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Freitag, August 13, 2010

W.VI - Lüneburg direkt

Da uns der Radanteil gestern einfach zu gering war, haben wir beschlossen, nochmals Richtung Lüneburg zu radeln. Dank Gramin finden wir die Wege recht problemlos und landen im alten Kloster (mit dem Auto rauscht man da eben viel zu schnell vorbei). Zuvor noch das Schiffshebewerk in Scharnebeck angesehen. Im Klostercafe wird gegessen und dann der Rückweg angegangen, was aufgrund der Bahnlinien und Wasserwege ein wenig komplizierter ist als gedacht, hier hätte eine Routenplanung am PC sicher geholfen...


Der Rückweg war kein Problem, dank Garmin trauen wir uns sogar durch unbekannte Waldstücke querfeldein.

Donnerstag, August 12, 2010

W.5 - Heide

Lüneburg ist eigentlich eine sehr schöne Stadt. Mitten in einem riesigen Wald, der von schnurgeraden Landstraßen durchschnitten scheint. Da wir noch die eigentliche Lüneburger Heide besuchen wollen, fahren wir mit den Rädern auf dem Dach bis in das Zentrum. Die hiesigen Elektroschaltkästen sehen sehr lustig aus:


Und auch seltsame Sonderangebote gibt es:


Von wegen null Prozent, wo bitte ist denn der Kopf? Nach der kurzen Stadtbesichtigung (es gibt Unmengen von alten Backstein- und Fachwerkhäusern) machen wir uns auf den Weg in die "echte" Heide. Die sieht dann wirklich wie in unseren klischeehaften Vorstellungen aus...


Wir radeln ein wenig herum und haben Glück mit dem Wetter, wir werden nicht nass. Mitten im Naturschutzgebiet eine typische Massentourismus-Zentrale mit ganz ganz ganz vielen älteren Mitmenschen. Grausige Zukunftsaussichten, irgendwie gefällt mir der Gedanke gar nicht. Abendbrot auf dem Rückweg (wir kommen mit dem Küchenschluss um 20:30 Uhr irgendwie nicht klar, wir sind offensichtlich Nachtmenschen). Ein schöner Tag...

Mittwoch, August 11, 2010

W.IV. - Insel Poel

Heute haben wir einen Abstecher nach Schwerin gemacht, um endlich mal das schöne Schloss am Stadtsee zu sehen. Auch die (gar nicht so norddeutsch daherkommende) Innenstadt lässt sich gut "erbummeln".


Aber dann sind uns doch zu viele Menschen unterwegs (man bereitet sich gerade auf den Mecklenburg-Vorpommern-Tag vor), und wir fahren weiter auf die Insel Poel, die sogleich mit dem Rad umrundet wird.


Ausklang bei dem üblichen Getränk und einem kleinen Salat am Hafenanleger Kirchdorf, dann geht's "heim". Zum Abendbrot gibt es nochmal ordentlich Fleisch, da wir ja nächste Woche auf vegetarische Kost festgelegt sind

Dienstag, August 10, 2010

W.3. - Lauenburg

Eine schöne Tour am linken Ufer der Elbe entlang flußabwärts bis auf die Höhe von Lauenburg und nach einem Flüssigkeitsausgleich über die dortige Elbbrücke auf die andere Elbseite gewechselt:


Reizvolle Altstadt mit schönen Backsteinbauten, dem zweiten Weißbier konnten wir nicht widerstehen. Und natürlich wird in den kleinen Gassen nach irdenen Töpfen gesucht...


Zum Glück war nicht das Passende dabei. Rückweg über Boizenburg, eine Stadt, deren Namen man seit ewigen Zeiten nur aus den Wasserstandsmeldungen im Radio kennt...

Montag, August 09, 2010

W.II - Südheide

Heute über Uelzen (was für ein Name für eine Stadt) nach Celle gefahren, natürlich den Hundertwasser-Bahnhof angeschaut:


Auf der Fahrt von Uelzen nach Celle: endloser Wald, schnurgerade Straßen wie mit dem Lineal gezogen, beeindruckend. Unbekannte Siedlungsformen entdeckt: drei Häuser mitten im Wald, in jede Richtung mindestens 4 km Wald bis zur nächten Siedlung. Schön zum Radfahren, aber wie lebt es sich da so abgeschieden?

Sonntag, August 08, 2010

W.1. - Geteiltes Land mit 13% Gesteige

Beim Aufenthalt im Wendland machen wir gleich eine kleine Aufwärm-Radrunde: vom Landhaus Elbufer, unserem derzeitigen Quartier (welches allerdings entgegen der Google-Maps-Angabe nicht in Laake, sondern einige Kilometer elbawärts in Gülstorf liegt) über die Fähre in Darchau nach Hitzacker zum Abendessen. Unterwegs treffen wir auf Übberreste des eisernen Vorhangs (der sich als simples Streckmetall entpuppt):


Erstaunlich, dass das jetzt schon 20 Jahre her ist. Wie doch die Zeit rast, unglaublich. In diesem Falle ist es aber schön, dass dieser Zaun nur noch Museumswert hat. Zwischenrein bemerkenswerte Berge mit 13% "Gesteige" (eine spontane Wortschöpfung angesichts der großen "Steile" der Straße). Angekommen in einem Hitzacker Restaurant dann der Schock: die Fähre in Hitzacker ist nur bis 18:00 Uhr in Betrieb, und jetzt ist es schon gegen Sieben.


Fatalistische Stimmung beim Essen: die paar Mehrkilometer machen uns doch nichts aus, also dann elbaufwärts bis zur Dömitzer Brücke und auf "unserer" Elbseite wieder elbabwärts bis zum Hotel. Ankunft dort 23.45 Uhr, insgesamt 84 km Weg. Nur zum Aufwärmen. Elberadweg bei Nacht. Hat nicht jeder. Radeln durch Nebelschwaden. Gruslig? Zumal die Zivilisationsdichte in dieser Gegend beängstigend gering ist. Ich glaube, es gibt mehr Wildtiere als Menschen hier, zumindest hört es sich so an...