Posts mit dem Label Reisen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Reisen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, August 21, 2014

Bretagne - Tag 4

Schönes Wetter, also zeitig los mit den Rädern (09:30) mit Ziel Pointe du Raz, dem westlichsten Zipfel von Frankreich. Der Einstig in eine fahrradfreundliche Route gestaltet sich etwas schwierig, aber das kennen wir schon vom letzten Jahr. Nach verschiedenen Schlenkern und Schleifen kommen wir durch nahezu unbevölkertes Land mit wunderschönen kleinen Ansiedlungen dann an die Küste und folgen dem Radweg Nr. 5, der die zerklüftete Uferlinie so ziemlich mitmacht, so dass aus geplanten 50 Kilometern für den Hinweg schließlich etwa 75 werden. Aber dann sind wir da und laufen auch den letzen Kilometer bis zum Kap. Cola und Verpflegung besorgen, und Batterien für den Garmin. Zurück geht es Richtung Dounarnenez über die Landstraße,  denn es ist schon gegen 17:00, wir wollen ja noch im Hellen zurück sein. Dann den Einstig in den Radweg nach Quimper auf Anhieb gefunden, wunderschöner alter Bahndamm, wir kommen super voran.

Bei 137 Kilometern sind wir zurück am Hotel, unser persönlicher Rekord. McDoof liefert die zu ersetzende Energie, dann ins Bett.

Mittwoch, August 20, 2014

Bretagne - Tag 3

Zeitiges Frühstück, dann mit dem Auto nach Etretat, mit dem Fahrrad in den Ort reingeradelt, gegen 09:45 sind wir dort und der Ort erwacht gerade erst, schöne Stimmung. Weiter an den Strand, dort schauen wir uns die Felstore links und rechts vom Strand von unten und oben an, mehr hat dann der Ort auch nicht zu bieten, war aber schön!

Dann 12:45 weiter in das Herz der Bretagne, Quimper. Was, noch 500 Kilometer? Frankreich ist irgendwie groß. Na gut, sind gegen 18 Uhr da, finden ein preiswertes Hotel, kleine Radrunde in die Altstadt mit Abendbrot im Restaurant der Markthalle, dann heim und ins Bett.

Dienstag, August 19, 2014

Bretagne - Tag 2

Quer durch Belgien (eine absolut gerade Autobahn mit Beleuchtung, endlos), dann endlich sind wir in Frankreich. Erstes Ziel liegt noch in der Normandie: Fecamp. Sieht interessant aus, aber da ist kein preiswertes Hotelzimmer mehr zu finden, das Ibis budget ist auch voll, und das Romatikhotel am Berg ist uns einfach ein wenig zu teuer. Also weiter nach Etretat, dort gibt es auch nichts, erst in Le Havre werden wir fündig. Nach dem Krieg sehr fix wiedwer aufgebaut, dadurch nicht besonders sehenswert. Nur die Strandhäuschen sehen lustig aus, wie wir bei einem kurzen Fahrradabstecher an die Strandpromenade feststellen. Dort wird noch Imbiss-Abendbrot vom netten Asiaten eingenommen, dann geht es zurück ins Hotel und ins Bett.

Sonntag, August 17, 2014

Bretagne - Tag 0

Die Bretagne ist wirklich weit weg. Da fährt man nicht einfach mal so an einem Tag hin. Deshalb erstmal nur Koblenz, die bekannte unbekannte Stadt. Nach 6 Stunden sind wir dort, nach dem Einchecken geht's gleich erstmal zur Milonga Confluentia im Jugendstilcafe Adaccio, es soll ja wieder ein Tango-Urlaub werden. Das Ambiente finden wir gut, die Musik und den allgemeinen Stil des Tango-Publikums finden wir nicht ganz so toll. Die 6 Euro Eintritt lassen sich sicher mit der Lokalität begründen, allerdings sollte dann die Bedienung etwas aufmerksamer und netter sein (jung und hübsch sein reicht einfach nicht). Alles irgendwie etwas flau und teilweise recht krasse Unordnung in der Spur. Aber besser als kein Tango, wir haben uns bemüht.
Dann hängen wir noch einen ersten kurzen Stadtbummel inkl. Abendbrot dran, das Deutsche Eck wird ehrfürchtig-skeptisch beäugt. Dann zurück ins Hotel, schneller Fall ins Bett.

Sonntag, April 01, 2012

Friedfertiger fränkischer Frisch-Schuss

Nur wenige Meter voneinander entfernt kann man nur staunen: das Leben ist so bunt!


Auch wenn ich durchaus gern Fleisch esse: etwas mehr Redlichkeit und etwas weniger Schießerei täten dieser Welt schon ganz gut.

Samstag, Oktober 01, 2011

Go east, es lohnt sich

Lieben Freunden sei Dank wagten wir einen Tagesausflug nach Breslau, die Heimatstadt meines Onkels, meiner SchwiMu und einiger entfernter Verwandter. Vorurteilsüberladen waren wir froh, nicht mit dem eigenen Auto fahren zu müssen, wir wurden in einem weniger begehrten Vehikel chauffiert und waren sehr neugierig auf das uns völlig unbekannte Land (Schande, Schande, es liegt ja nicht so sehr weit von Dresden entfernt). Und dann erste Eindrücke: die Autobahn ist gut ausgebaut, die polnische Automobilflotte sieht der deutschen sehr ähnlich, und die auf unseren Autobahnen oft anzutreffenden überladenen Fahrzeuge verlieren sich zunehmend, alles ganz normal, nur sehr flach ab dem Grenzübergang in Görlitz, riesige Felder, am Horizont schöne Berge. Dann kommt die angepeilte Stadt, und wir sind zunehmend positiv überrascht: sehr quirlig, sehr jung, wunderschönes historisches Zentrum, ansonsten natürlich auch weniger schöne Großstadt-Bebauung, irgendwie wie auch bei uns. Nur ein Verkehrsschild ist uns wirklich neu (sollten die Klischees also doch stimmen?):


Ganz viele Eindrücke in der Innenstadt, natürlich auf der Dominsel den Turm geentert, sehr sehenswert ist auch der Botanische Garten am Dom, die Markthalle, die Aula der ältesten deutschsprachigen Universität, fast wie ein Tempel der Wissenschaft gestaltet, ähnlich einer barocken Kirche, wir sind beeindruckt und voller Ehrfurcht. Bewacht wird der Eingang mit einer solchen Bronzefigur, die man in ähnlicher Form an ganz vielen Stellen in der Stadt findet:


Nebenbei haben wir noch leicht befremdet eine sehr jugendliche Demonstration rund um das wunderschöne Rathaus erlebt, die bei uns sicher unter dem Motto "Gebt den Hanf frei" gelaufen wäre. Sehr friedlich, sehr laut, wir sind kurz irritiert. Die gerufenen und "getragenen" Argumente hätten mich interessiert, unsere sprachkundige Begleitung muss aber passen.

Und dann noch ein starker Hauch unmittelbarer Geschichte: wir stoßen auf ein jüdisches Restaurant, sehr urig und gemütlich und lesen sehr beschämt, dass es sich in dem Gebäudekomplex befindet, in welchem zur Zeit des Dritten Reiches die Breslauer Juden zur Deportation zusammengetrieben wurden. Eine entpsannte Kneipenstimmung kann da bei uns nicht aufkommen, den Rest der Gäste sind aber alle sehr ungezwungen, ein merkwürdige Situation. Sind wir zu verkrampft?


Zum Abschluss des Abends wollten wir noch an/in die Jahrhunderthalle, aber da war kein Reinkommen. Trotzdem eine Überraschung: die Wasserspiele auf dem Freigelände dahinter wurden mit mächtig lauter, aber sehr passender Musik (u.a. Wagner!) und einer Lichtshow untermalt, ein gewaltiger Eindruck (und ein schöner Ausklang des Tages).

Ganz vielen Dank an unsere Reisebegleitung, es war ein wunderschöner Tag...

Sonntag, September 11, 2011

D.7 - Heimat

Sonntag, es geht heimwärts bei schönstem Wetter. Heute würde uns Regen nun nichts ausmachen, auch Kälte wäre kein Problem. Kann man nicht ändern, es war trotzdem schön. Beim abschließenden Spaziergang durch den Großen Garten stellen wir fest: das Palais ist aber winzig, wieso braucht man in Dresden für solch ein niedliches Gebäude so viel Zeit, um es in einen vernünftigen Zustand zu versetzen? Schaut Euch mal die Dimensionen und die Anzahl der Gebäude in Wien an...

Samstag, September 10, 2011

D.6 - Klosterneuburg - Passau

Heute geht es schon um 07:00 Uhr los, wir müssen ja den Fahrradzug erreichen, der etwqa 3 km vom Hotel am nächsten Haltepunkt der Bahn abfährt. Das klappt problemlos, wir kommen gegen 12:00 Uhr in passau an, fahren zurück zum Parkplatz, beladen das Auto und suchen nun ein Hotel. Wieder wird es etwas knifflig, da wir in der Nähe bleiben wollen. Aber schließlich klappt es am gegenüberliegenden Ufer etwas flußab in einer alten Mühle, direkt am Fahrradweg am linken Ufer. Kleine Abgewöhnungsrunde, dann kommen die Räder aufs Dach. Am Abend treffen wir uns mit Mühldorfer Freunden, die wir vom letzten Jahr von der Lychener Tangoreise her kennen, und die einen doch weiten weg zu uns zurückgelegt haben (etwa 100 km, ich hatte die Ausdehnung des Bayrischen Freistaates völlig falsch eingeschätzt, sorry). Also gemeinsames Abendbrot und dann Milonga in Passau (ja, schon wieder Tango). Ein wunderschöner Abend mti viel Spaß, auch wenn die Musikauswahl etwas "schwer" war, der DJ hatte wohl nicht unseren Geschmack. Wehmütiger Abschied...

Freitag, September 09, 2011

D.5 - nochmal Wien, immer geradeaus

Heute steht nocheinmal Wien an, diesmal quergerastert. Und dann ein Parcour, der mich fast an die Grenze meiner körperlichen Leistungsfähigkeit bringt: Maria-Hilfer-Straße (beginnt mittendrin im Zentrum) soll ein Schuhladen für Tanzschuhe sein. Klar, laufen wir hin. Nr. 157 kann ja nicht weit sein. Diese Straße hört nicht auf. Die geht schnurgerade bis hinter den Horizont, 157 Hausnummern sind geschätzte 10 km (nein das ist übertrieben, es fühlte sich aberso an). Aber irgendwann waren wir da, der Laden hatte geöffnet, die Schuhe gefielen, sie passten auch, also gekauft. Hat sie endlich vernünftiges "Hand"werkszeug (und das versprochene Geburtstagsgeschenk). Eigentlich beginnt in zwei Stunden hier irgendwo eine Milonga, wir humpeln dran vorbei, sieht nicht sehr einladend aus (Wien hat mit Sicherheit auch seine sozialen Brennpunkte, wie wir bemerken), also staight in Richtung öffentlicher Nahverkehr, zurück nach Klosterneuburg, Kneipe, Bett, aus...

Donnerstag, September 08, 2011

D.4 - Wiener Tage

Heute gehen wir die Sache etwas ruhiger an, ohne Fahrrad. Zunächst werden die Fahrkarten für den Fahrradzug nach Passau erworben, dann planen wir den Stadtrundgang durch Wien und machen uns per Bus auf den Weg. Mit einer Tageskarte können wir bis und in Wien mit Bus und U-Bahn herumfahren, eine schöne Sache, die sich für uns durch die intensive Nutzung rechnet. Kreuz und Quer, alle Highlights, Schloss Schönbrunn etwas außerhalb natürlich auch. Fußlahm ruhen wir uns im McCafe aus, dan schleppen wir uns am Abend noch bis zum Albert-Schweizer-Haus, dort ist eine Milonga, auf die wir natürlich gespannt sind (ja, wir haben IMMER die Tangoschuhe im Fahrradgepäck).


Es war sehr angenehm da, schöne Musik (allerdings ohne Pausen, etwas ungewohnt), nettes Publikum, rücksichtsvoll, ein wunderschöner Ausklang. Dann gegen 23:15 machen wir uns auf den Heimweg, wieder mit U-Bahn und Bus nach Klosterneuburg. Dort hat das Hotel-Restaurant noch geöffnet, also doch noch ein Getränk zum Einschlafen...

Montag, Juli 18, 2011

K.3 - Corse du Sud

Nach dem Frühstück machen wir uns auf, um die eindrucksvollste Stadt der Insel wiedermal zu besuchen: es geht nach Bonifacio. Was für ein Verkehr, alle wollen wohl dahin. Suche nach dem Parkplatz, leichter Frust ob des langen Fußmarsches vom weit entfernt liegenden Parkplatz (die Sonne knallt), Bummel durch die Altstadt, Tangomusik in einem Andenkenladen lässt uns aufhorchen, aber das Gespräch mit der Verkäuferin ergibt: derzeit ist nirgendwo auch nur die kleinste unscheinbare Milonga zu finden, alle machen Urlaub. Die Rückfahrt geht über Figari, einer der südlichsten französischen Weinregionen. Unterwegs werden die Nahrungsvorräte ergänzt, am Abend gibt es Pasta (Sardinien ist ja nicht weit), dann wird noch gelesen und "abgehangen", der Tag war anstrengend (aber schön, um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen).

Sonntag, Juli 17, 2011

K.2 - Route 47

Frisches Baquette vom Bäckerauto (welches bei uns NIEMALS eine Straßenzulassung bekommen würde), dann nach kurzer Planungsphase Fahrt nach Vizzavona (Rother Wanderführer, Tour 47), um die Cascades des Anglais zu besuchen, sehr schön und eiskalt (natürlich wird gebadet), sind erst gegen 18:30 Uhr wieder im Heim aus Stoff, probieren noch schnell das Salzwasser des mittleren Meeres, dann reicht es nur noch zum Abendbrot und einigen wenigen gedruckten Zeilen vor dem Zelt... MÜDE!

Samstag, Juli 16, 2011

T.8 = K.1

Ein Ende ist auch immer ein Anfang, also zeitiges Aufstehen und Packen ist angesagt, nach dem letzten Frühstück folgt die doch etwas länger dauernde Verabschiedung (man tauscht die Kontaktdaten aus), dann geht es gegen 10:00 Uhr los in Richtung Livorno, dort müssen wir bis 14:00 Uhr auf die Fähre nach Korsika warten, auf einem Parkplatz ohne einen Flecken Schatten. Der im Fahrzeug eingebaute DVD-Spieler kann auch Filme wiedergeben (natürlich nicht während der Fahrt, aber eben auf dem Parkplatz), also wird (passend zur letzten Woche) der Sally-Potter-Film angesehen. Echt versnobt. Verstörte Blicke der mitwartenden Reisenden ignorieren wir geflissentlich. Dann die Überfahrt auf die schönste Insel der Welt, Ankunft 18:15 in Bastia, wir kennen ja den Weg zum schönsten Zeltplatz und schaffen es inklusive dem Zukauf von Lebensnotwendigem bis 20:00 Uhr nach Prunete. Unsere Palme ist noch frei ("da ist Mittags immer viel Sonne...", macht nichts, wir sind um diese Zeit IMMER unterwegs). Zelt steht, Abendbrot bei Kerzenschein und Rotwein, nur ist es irgendwie kalt. Jacke und Decke, krass! In der Toskana war es schon ein wenig wärmer, auch am Abend...

Freitag, Juli 15, 2011

T.7 - Endlich

Alles geht vorbei, ja ja. Am letzten Tag der Tango-Tour werden die obligatorischen Urlaubskarten verfasst, beim Weltmeister-Eismacher wird nochmal vorbeigeschaut und Rosmarin-Eis gekostet (schmeckt irgendwie wie Kartoffel), am Abend dann findet die vorerst letzte Milonga statt... Wehmut! Na ja, wenn es immer so weiter gehen würde, wäre der Urlaub ja auch nichts Besonderes mehr und würde seinen Reiz verlieren, man weiß das ja...

Donnerstag, Juli 14, 2011

T.6 - Volterra

Der Vormittag ist mit Frühstück, Tango-Kurs und kurzer Verschaufpause ausgefüllt, dann fahren wir nach Volterra und schauen uns die Stadt an. Schön wie beim letzten Mal, beeindruckend der Schiefe Turm aus Alabaster. Und der Trick mit dem Viertel-Turm. Ein Gitarrist verführt zum Kauf einer CD, dann müssen wir schnell zurück an den Pool, der Rest des Abends ist wieder mit Essen und Milonga ausgefüllt.

Mittwoch, Juli 13, 2011

T.5 - Happy b-day

Schon um 08:30 wird gefrühstückt, da wir den besonderen Tag mit einem Besuch des Namensvetters unserer Heimatstadt (die ja Elb-Florenz genannt wurde und wird) krönen wollen (was aber später noch durch weitere Höhepunkte übertrumpft wird, wie wir noch sehen werden). In Florenz erwartet uns der übliche Trubel, glücklicherweise mache ich von unserem PKW-Stellplatz ein Foto. Nach einem ausgiebigen Stadtrundgang und dem Begutachten der üblichen Sehenswürdigkeiten und der Hektik um den Dom machen wir uns auf den Rückweg zum Fahrzeug. Dieser gestaltet sich insofern als schwierig, da es unterschiedliche Ansichten über die einzuschlagenede Richtung gibt. Hier hilft das Foto, eine Rezeptionistin eines Hotels malt uns in den Stadtplan die Stelle (falsch!) ein, so dass wir zumindest in die Nähe des Fahrzeuges kommen. Den Rest schaffen wir durch nochmaliges Nachdenken und einen weiten Blick in die Runde (und damit in die richtige Richtung). Uff. So schaffen wir es noch rechtzeitig zum vereinbarten Termin, wir wollen heute mit einigen Kursteilnehmern auswärts zu Abend essen, sehr passend zum persönlichen Feiertag. Wir nehmen Ulrike und Christian aus Lübeck mit und fahren im Konvoi mit zwei weiteren Pärchen zum Bergrestaurant. Der Anruf meines Brüderchens setzt die Mitfahrer ins Bild, sie verraten aber gar nichts. Das Essen bei herrlichster Aussicht, bestem Wein ist grandios, ein wunderschöner Abend, bei dem wir uns total verplaudern. Oh, wir wollten doch noch nach Sienna zur Milonga, es ist gleich 22:00 Uhr! Macht nichts, wegen der Stunde Autofahrt, kein Problem. Die Milonga auf einem Sportplatz (irgendeine Betonfläche) war ungewohnt, aber die Besucher aus Deutschland wurden offiziell begrüßt, sehr nett. Tanz mit Einheimischen, es funktioniert (Tango ist einfach wirklich genial). Interessante Gespräche, eine einheimische Cola mit Chinin-Zusatz, Einladungen zu lokalen Veranstaltungen: man fühlt sich sehr willkommen geheißen. Nachts gegen 03:00 Uhr wieder in der Villa, wir trinken noch ein Glas Wein und eine Flasche gekühltes Bier, wieder bei kitschigster Gestaltung des Nachthimmels und einem herrlichen Blick auf das beleuchtete San Gimignano. Wow, was für ein Tag!

Dienstag, Juli 12, 2011

T.4 - Schatten über uns

Der Tag ist schon nach dem Frühstück so warm, dass wir uns für einen Vormittag am Pool entscheiden. Der Kurs um die Mittagszeit stellt den Kreislauf vor eine echte Herausforderung, lange Hose + Hemd bleiben nicht wirklich trocken. Aber es macht trotzdem Spaß! Am Nachmnittag schauen wir uns Certaldo an (kein Mensch in den heißen schmalen Gassen, die Einheimischen wissen schon, warum sie erst am Abend wieder mobil werden). Durch Zufall entdecken wir das Haus von Giovanni Boccaccio, der hier seine letzten Lebensjahre verbracht hat. Reisen bildet, wirklich. Die abendliche Milonga beenden wir nach Mitternacht mit einem heimlichen Zuprosten, ich habe Geburtstag. Herrlicher Himmel, eine Sommernacht wie aus dem Kitschroman...

Montag, Juli 11, 2011

T.3 - Nudelholz vom Berg

Heute ist der Vormittag mit dem Tango-Kurs belegt, es wird immer wärmer. Gegen Mittag trotz großer Hitze Fahrt nach Sienna, die Weiße Frau im Dom (alle Damen mit freien Oberarmen bekamen einen weißen Umhang, wie albern!), die Touristenmassen verhindern einen besinnlichen Aufenthalt im Dom, der ja ansonsten wirklich ein wunderschönes Bauwerk ist. Auf dem Rückweg halten wir in Monteriggione, einer kleinen Bergfeste mit vielen Touristenfallen. Im örtlichen Schuhgeschäft gab es eintausend mal mehr Schuhe als der Ort Einwohner hat. In einem anderen Lädchen dann ein echtes Nudelholz gekauft, welches ganz anders als die bei uns erhältlichen aussieht (und zum Schlagen weniger gut zu gebrauchen ist, eher zum Nudelschneiden). Der Rest des Tages wie immer: Essen, Milonga. So langsam sind wir im "Flow", es könnte ewig so weitergehen!

Sonntag, Juli 10, 2011

T.2 - Ständige Wiederholung

Der Sonntag beginnt mit einem ausgiebigen Frühstück mit den netten Leuten vom gestrigen Abend (Tango-Leute sind ja eigentlich zu 99% immer nett) "draußen" im Gewölbe unter der Terasse, dann schauen wir uns erstmal bei herrlichstem Sommerwetter die nähere Umgebung der Villa an, ein Traum! Der Tangounterricht am Mittag gefällt uns ganz gut, nur die angesprochenen Beziehungen zu den Ecken des Raumes sind für meinen Geschmack etwas zu weit hergeholt, naja. Getanzt wird im Empfangssaal des herrschaftlichen Anwesens, roter Steinholzfußboden + Tanzglätte (ein uns unbekanntes Zauberpulver mit der Wirkung der gelben Schale einer bekannten gekrümmten Staudenfrucht) sorgen für rote Schuhe bei allen. Der Rest des Tages vergeht mit einem kleinen Ausflug nach San Gimignano (wir können den Namen der Stadt noch nicht so gut aussprechen), die Stadt platzt fast vor lauter Touristen. Eis vom Weltmeister, platte Füße. Dann zurück zur Villa und ab in den Pool und Vorbereitung auf das Abendessen, welches sich wie alle anderen Mahlzeiten an diesem und den folgenden Tagen als kulinarisches und auch sozial-interaktives Highlight herausbildet. Sehr nette Unterhaltung, viel Gelächter und Wortwitz, sehr nach unserem Geschmack. Am Abend dann wieder die obligatorische Milonga, inzwischen sind alle etwas lockerer, und man traut sich.

Samstag, Juli 09, 2011

T.1 Toskana, hin und weg

Da die TangoTours-Reise im letzten Jahr ein so schöner Urlaub war, versuchen wir es in diesem Jahr gleich wieder: diesmal geht es in die "Villa del Monte", etwa 5 km von San Gimignano entfernt, eine Woche Tango mit Tamara und Ullrich.

Abfahrt ist in Dresden am 08.07.2011 freitags, gleich von Arbeit weg, da schaffen wir es bis zum Walchensee, wo wir gegen 19:00 Uhr eintreffen. Spaziergang am See, Leberkäse und Weißbier, so richtig blau-weiß, wie es sich gehört. Waren gut durchgekommen, wider unserer Erwartung kein Stau.

Am nächsten Morgen weiter Richting Süden, in Italien dann viel Stop & Go, sehr nervig. Es zieht sich, und dann der Schreck: der Zettel mit der Anfahrtsbeschreibung zur Villa ab San Gimignano liegt daheim auf dem Schreibtisch. Zum Glück gibt es auf dem Parkplatz unterhalb des Supermarktes einen Kassencomputer mit Google. War trotzdem knifflig, da das Navi im Auto den Zielort falsch geschrieben enthält. Aber Intuition und das Schild kurz vor dem Ziel (es hätte ein wenig eher stehen können) führten zum Erfolg!


Eintreffen gegen 19:00 Uhr, wir sind nicht die Letzten, und auch nicht die einzigen Dresdener, wie wir anhand unverkennbarer Sprachnuancen erkennen...

Herzliche Begrüßung durch Kerstin, Zimmerinbesitznahme, gemütliches Abendbrot im Freien. Das Anwesen ist ein traumhaftes herrschaftliches Haus auf einem Hügel mit Blick auf die Stadt der Türme, grandios. Ein riesiger Pool, Terasse, Tanzfläche im Freien, die Zikaden, der Duft, ein Traum.


Und wiedermal sehr angenehme Mitreisende, es wird ein wunderschöner erster Abend, natürlich mit Tango bei Kerzenschein und Rotwein unter einem sagenhaften Sternenhimmel, irgendwie surreal. Halb zwei gehören wir dann zu den "Abräumern", ein herrlicher erster Tag!