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Sonntag, März 17, 2013

Bücher und Waffen

Weils im letzten Jahr so schön war, müssen wir heute wieder nach Leipzig, derzeit das Lese- und Literaturzentrum hierzulande: die Buchmesse ruft. Zum letzten Mal (leider) ist dieses Großereignis mit dem Cosplay-Wettbewerb gekoppelt, so dass wir froher Erwartung einer bunten Mischung aus seriösen Literaturliebhabern und "durchgeknallter" Anime- und Manga-Fans anreisen. Am Eingang ein kurioses Schild:



Zum Glück sind wir ja nur mit Kameras bewaffnet. Wieder ein unbeschreiblicher Tag mit vielen Eindrücken, und wieder angenehmes Flair mit Gitarrenmusik, Talkrunden (u.a. mit Christoph Hein) und natürlich einer Unmenge von Büchern.



Und viel Literatur über Musik. Passend dazu sind auch einige Musikinstrumente zu sehen. Obiges Instrument erinnert an ein Hang (wie es z.B. Manu Delago spielt), ich war schon Feuer und Flamme. Ist jedoch ein Hapi, dessen Klang- und Tonumfang nach meinem Gefühl nicht an das Hang heranreicht, aber ich mag mich irren.



Und kostümierte Menschen überall. Grandios, diese Menge von Eindrücken, irgendwann wandelt man nur noch wie betäubt durch die Gänge.



Overload, nichts geht mehr.

Am Abend dann in einem der schönsten Säle Dresdens Live-Musik von Tango Fuego, nicht immer leicht zu tanzen, aber sehr gut rübergebracht. Es war ein wunderschöner Abend...



Nebenbei stellte sich heraus, dass die Veranstaltung eine verkappte Geburtstagsfeier der Organisatoren war, sicherlich ein nicht ganz preiswertes aber wunderbares und sicher unvergessliches Geschenk an sich selbst, Respekt!

Freitag, August 24, 2012

MÜ.0 - KonzertWeinKeller

Zur Einstimmung in unseren Urlaub dürfen wir ein Konzert des Ensembles "Ombra e Luce" der beiden Musiker Björn Colell und Georg Kallweit im Weingut Zimmerling erleben. Dazu der perfekte Weingenuss (natürlich der "Kerner") und die ausgestellten "Mädels" (samt ihrer Schöpferin), die uns immer wieder begeistern. Conny, vielen Dank für den schönen Abend, Ihr hättet mitkommen sollen!

Sonntag, März 18, 2012

Leipziger Buchmesse

Es war unsre erste Buchmesse überhaup (obwohl wir schon immer sehr viel lesen und erst kürzlich die Kapazitäten der heimischen Regallandschaft erheblich erweitert werden mussten). Natürlich gab es gebundenes Papier in unüberschaubarer Vielfalt...


Erstaunt stellten wir aber fest, dass es hier nicht nur Bücher zu sehen gab, Kultur an jeder Ecke, Musik zum Hören und Sehen, Talkshows live, schnell kommen wir in den Zustand der totalen Reizüberflutung...


Leicht irritert sind wir von Messe-Besuchern, die sich offensichtlich weniger für Buchstaben-Literatur interessieren (wird hier ein Fantasy-Buch promoted?)...


Bis eben wusste ich nicht, was Cosplay (costume play) bedeutet, und mir war nicht klar, wie viele Menschen sich für Mangas interessieren. Eine halbe Messehalle (von insgesamt vieren) war hierfür reserviert. Respekt: manche Kostüme sind absolut professionell! Manche allerdings eher weniger...

Ein wunderschöner bunter Tag, viel zu kurz, und leider kann man die Bücher erst am letzten Messetag ab 15:00 Uhr kaufen. Versteh' ich nicht. Überreglemntiert ist mein spontaner Kommentar...

Freitag, Januar 21, 2011

Gärtner

Im schönsten Ballsaal von Dresden (er befindet sich in einem Hotel)...


...wurde ein junges Mitglied eines Kleingärtnervereins kaltblütig und vorsätzlich aus niederen Instinkten heraus gemeuchelt. Dazu wurde ein köstliches 4-Gänge-Menü serviert. Für uns wiedermal ein "erstes Ma(h)l". Ein kurzweiliger Abend (naja, der Mörder ist ja wirklich immer der Gärtner) mit Kulturanteil auf Basisniveau, aber mehr war ja auch nicht erwartet. Dafür eben in einer wunderschönen Umgebung (wie wohl hier früher die rauschenden Ballnächte anzusehen waren?)...

Freitag, Januar 14, 2011

A cultural overload

Lothar mit seinem Erzfeind, der sich schnell als gefräßiger Kormoran entpuppt, hadert mit sich, seiner Frau, seinem Sohn und dem Anglerverein auf vergnüglichste Weise. Wie passend: die Bühne befindet sich auf einem Schiff...


Wenig später opern Phaetonen mit laufenden Motoren in Ballnähe herum, was in der Dunkelheit schöne Lichtspiele ergibt. Wir schauen uns lieber Nick Whitby's "Sein oder Nichtsein" an...


Ich kann den Hamlet jetzt nie mehr ernstnehmen! Nur Don Quijote schaut wie immer verwundert auf die Welt...


...der Besuch bei ihm lohnte sich trotzdem!

Freitag, November 12, 2010

Kulturschock

Diese Woche war fast zu überladen mit "Kultur": zunächst am Montag Al di Meola (mein Lieblingsgitarrist) im Großen Haus (ich hab 'ne Setlist erhascht, juhu!), erwartungsgemäß höchstes Niveau (das Piazolla-Stück "Oblivion" war ein Fest für die Ohren), er und sein Ensemble sind unbeschreiblich gut. Erste Reihe, Platz 12, d.h. unmittelbar vor dem Meister gesessen. Trotzdem sieht man nicht, wie er das macht auf seiner superteuren Spezialanfertigung (riesiger Cutaway, edle schlichte Optik)...


Am Freitag hatten wir Karten zum 18-Uhr-Konzert von Peter Fessler im Societätstheater. Ich kannte Herrn Fessler überhaupt nicht, die Ankündigungen auf der Seite der Jazztage Dresden klang aber reizvoll, und er war wirklich gut (um nicht zu sagen erstklassig): spartanischer Bühnenauftritt (Gitarre und Gesang in Personalunion), geniales Brasil-Feeling, Stimmakrobatik ohne Ende, Freude am Klang und an der Klangimprovisation, sehr interessant. Leider mussten wir nach dem ersten Set weiterziehen zum nächsten Konzert, ich hoffe, der Künstler verzeiht...


Und dann gleich das nächste abendliche Highlight: Quadro Nuevo in der Pesterwitzer Kirche. Ein wunderschönes Konzert mit einer mehr als bemerkenswerten Harfe (grenzenloser Respekt vor Evelyn Huber, ich war tief beeindruckt, was man mit diesem unhandlichen Saiteninstrument alles anstellen kann)...


Auch die anderen drei Instrumentalisten haben voll überzeugt. Ein wunderschöner Abend!

Sonntag, Juli 25, 2010

Sorben, die unbekannte Spezies

Den alten Damen in Njepila-Hof Rohne beim Singen zuzuhören und dabei in ihre fröhlichen Gesichter zu schauen war sehr herzerwärmend.



Hochachtung vor soviel angesammelter Lebenserfahrung (insgesamt waren es 5 mehr oder weniger betagte Sängerinnen) und Respekt vor dem Mut, sich in diesem Alter noch echtes Lampenfieber anzutun. Wie fremd uns eigentlich dieses gar nicht weit entfernt von uns lebende Völkchen ist...

Donnerstag, Mai 20, 2010

Wein, Weib (und gottseidank kein Gesang)

Wenn man mit dem Fahrrad und offenen Augen die einheimischen Gefilde durchstreift, so kann man selbst in altbekannter Umgebung immer wieder scheinbar Neues entdecken: die Skulptur "Die Träumende" war mir ein Begriff in Zusammenhang mit dem Wettbewerb "Unternehmer des Jahres" im heimatlichen Freistaat, aber dass ihre Schöpferin Malgorzata Chodakowska noch ganz viele ähnlich bezaubernder Wesen "gezeugt" hat und in unserer Nähe lebt und arbeitet, war für mich eine echte Überaschung. Wer mal in Pillnitz unterwegs ist, sollte unbedingt unterhalb des Weinberges an der Weinbergkirche vorbei auf dem "Bergweg" in Richtung Osten gehen, bis der Weg zum "Weinbergweg" wird und linkerhand das Weingut Klaus Zimmerling auftaucht (der Kerner ist sehr, sehr lecker). Mit ein wenig Glück ist der Weinkeller geöffnet, und man kann verkosten. Unbedingt fragen, ob man einen Blick hineinwerfen kann: neben den erwarteten Weinflaschen findet sich eine Ansammlung ganz reizender Wesen:


Wir waren hin und weg, eine Figur schöner als die andere. Siehe auch hier für eine kleine Auswahl. Allein die Möglichkeit, die Skulpturen anzuschauen, lohnen den Weg! Wenn ich genügend Euronen übrig hätte, würde ich sie ALLE kaufen...


Die auch...


Wirklich alle...

Dienstag, April 13, 2010

Gleichmacherei

Die uralte bulgarische Stadt Plovdiv atmet Geschichte aus allen Ritzen (hier das alte römische Amphitheater):


Aber für mein Empfinden geht man sehr nachlässig mit der entsprechenden (Bau-)substanz um, eigentlich schade. Hier die "Überbauung" des alten Stadions, die mich doch recht erschreckt hat, zumal sie an zentraler Stelle an einem stark frequentierten Boulevard zu finden ist:


Ich verstehe ja, dass da sicher nicht so viel Geld da ist, aber ein wenig Ordnung halten täte vielen Gebäuden gut. Dafür sind die einschlägigen Verdächtigen (ich meine hier deutsche und internationale Global Player) bereits omnipräsent, überall Werbung, die ich von zu Hause her kenne. Hier ist sicher vieles ähnlich verlaufen in den letzten Jahrzehnten wie im deutschen Osten, echte Identität muss man fast schon suchen. Ich meine nicht die allzubekannte Keramik.


Wo bleibt der Stolz auf die eigene Kultur? Irgendwann hat's die doch mal gegeben. Selbst im Radio läuft die gleiche dumpfe Musik, ach nee... Aber wenigstens ist das Hotel richtig gut, und der Umtauschkurs ermöglicht ein zweites Bier für den Abend! Leider kriege ich die Fotos heute nicht von der Kamera auf den Laptop (Kabel vergessen), hole ich aber noch nach.

Samstag, Februar 27, 2010

Frühling

"An schlechten Tagen ist die Aussicht auf bessere Tage besser als an guten."

(Zitat Werner Mitsch)

Bei der Vorbereitung unserer heutigen "Fahrt ins Blaue" gefunden auf der Website des Schlosstheaters Augustusburg.

Nachtrag:


Es war ein guter Tag! Zwei engagierte, unsubventionierte Schauspieler, viele Schuhe (siehe Bild), keine reißfesten Strümpfe, dafür aber eine blickdichte Strumpfhose, auf nach LOS VEGAS! Oder lieber nicht, "ICH bin doch nicht blöd"...

Dienstag, November 17, 2009

Inas Nacht

Leute mit dem Namen Müller gibt's viele. Ein Sammelbegriff. Aber Ina ist einmalig: "Weiblich, Ledig, 40"! Warum hört man diese Musik und diese Texte eigentlich nicht im Radio? Dann würde ich vielleicht doch wieder diese blöden Werbesender einschalten... Es war ein starkes Stück, dieses Konzert: der selbst-singende Texter, der Gitarrist, die Sängerin selbst natürlich und die Band, einfach richtig gut! Danke für den schönen Abend!

Samstag, November 14, 2009

Friday night (not in San Francisco, but in Dresden)

Er sagte "...what an amazing location, it looks like a prison...". Irgendwie hat er ja recht. Wenn es schon gelingt, echte Weltklassemusiker nach Dresden zu locken, dann sollte der Ort des künstlerischen Schaffens angemessen sein. Das Foyer des MTZ ist (das ist meine persönliche Meinung) hierfür nicht angemessen. Trotzdem sind die Besucher des Al-Di-Meola-Konzertes am 13.11.2009 den Organisatoren der Veranstaltung sicher mehr als dankbar für das Kunststück, solch einen Musiker nach Dresden geholt zu haben...

...denn man hat es zwar geahnt, aber dass es dann live doch so ist, das eine Gitarre rasend schnell gespielt, trotzdem rein und präzise klingen kann, dabei mit einer für unsere alltagsmusik-verschmutzten Klanggewohnheiten ungewöhlichen, aber sehr verzaubernden Harmonik gearbeitet wird, dass einem beim Verfolgen der Melodien und Klänge regelrecht schwindlig wird, das hätte man dann doch nicht glauben wollen. Das war einfach unbeschreiblich! Dazu eine perfekte Begleitmannschaft, insbesondere die Rhythmus-Gruppe (Bass aus Kuba, Perkussion aus den USA, Schlagzeug aus Ungarn) war ein eingespieltes Team mit sichtbarer Freude an der Arbeit, ein Genuss. Und nicht zu vergessen ein geniales Knopf-Akkordeon: Scat-Gesang mit Akkordeon, das hatte ich noch nie gehört. Wunderschön auch die musikalischen Ausflüge zu Piazolla und in die Latin-Ecke.

Nach dem Konzert noch ein einmaliges Erlebnis: zwei handsignierte CD's vom Meister persönlich! Hätte ich mir nie träumen lassen, dass so was mal möglich ist. Das ich mit meiner (seit der Chic-Corea-Platte von 1973 anhaltenden) Begeisterung nicht allein bin, war am Autogramm-Tisch überdeutlich: ein Konzertbesucher ließ sich die Supraphon-Platte "Hymn of the Seventh Galaxy" signieren, die bei mir auch im Schrank steht. Die ist fast 35 Jahre alt! Auf die Idee hätte ich auch kommen können (_arghhh_). Für einen Künstler muss das doch ein herrliches Glücksgefühl sein, wenn er merkt, dass er die Menschen irgendwie berührt (ich beneide jeden, der diese Gabe hat). Ein jugendlicher Gitarrist war ganz mutig: er kam mit seinem Instrument und einem Edding-Stift auf die Bühne, und Mr. Meola hat sie wirklich signiert! Auch das hätte mir einfallen können... Jedenfalls war es ein grandioser Abend, ich bin hin und weg!

Freitag, Mai 01, 2009

Alkohol-Nieren


Während der alljährlich stattfindenden Dampferparade der Dresdener Weissen Flotte war zu beobachten, wie die Mitglieder der beliebt-berüchtigten Unterhaltungskapelle "Die Nierentische" versuchten, unter starkem Alkoholeinfluss zu musizieren. Wie man an der Kleidung des Schlagzeugers (das ist der mit der Posaune) erkennen kann, schien die Party doch etwas aus dem Ruder gelaufen zu sein, da kaum einer der Musikanten sein Original-Instrument spielt...

Dienstag, März 10, 2009

(An-)nett

Heute im Kulti bei Annett Louisan gewesen. Teilzeit-Hippie-Tour: schöne Lieder, starker Gitarrist (BRAVO!), optisch kaum wiederzuerkennende Sängerin. Für mein Gefühl etwas unausgewogene Akkustik? Kleine stimmliche Unsicherheiten? Ist aber vielleicht nur mein subjektiver Eindruck. Ein wirklich schöner Abend. Aber: ziemlich vorausgeplanter Konzertablauf, so ganz anders als bei den echten "17 Hippies" vom Februar. Und die hohen Pumps verderben die grazile Erscheinung.

Sonntag, Februar 22, 2009

eldorado

Eines der besten Konzerte, das ich je miterlebt habe: 21.02.2009 im Dresdner Schlachthof, 17 Hippies. Genial. Wunderschön. Fetzig. Spontan. Siehe auch www.17hippies.com! Und ich habe eine von allen Bandmitgliedern unterzeichnete Setlist ergattert, juhu!

Montag, Juli 28, 2008

Die Frau im roten Kleid

Eigentlich kann ich Arien-Gesang (insbesondere den weiblichen) nicht leiden. Klingt mir zu nervig. Aber gestern abend musste ich mich revidieren: Leah Partridge sang beim Saisonabschluss der Dresdner Philharmonie bei den Filmnächten am Elbufer, und es war grandios! Summertime...


Samstag, April 28, 2007

Wer bitte ist Frank Muschalle ?

Wer bei der 9. Dixinight in der "KZV" war, weiss es jetzt. Friesisch-Wienerisch-Schweizer Temperament. Kein Vergleich zu der Band aus Merane, die mir diese Bemerkung hoffentlich nicht übelnehmen. Das solch eine ethnographische Mischung derart "abgeht", hätte ich mir nicht im Traum vorstellen können. Unter www.frankmuschalle.de kann man mal reinhören. Einfach mitreißend! Natürlich gleich eine CD mit ORIGINALAUTOGRAMM weggekauft. Ach ja, und Danke nochmal an Carina und Ingo für die Einladung und den auch sonst so schönen Abend!

Donnerstag, April 05, 2007

Gestern auf Arte gesehen: Kammerflimmern


Schöner Film mit ziemlich wirkungsvollen Bildern und guter Musik, für die Wiederholung am 07.04.2007 um 23:35 kann man getrost wachbleiben!


Spielfilm, Deutschland 2004
Regie: Hendrik Hölzemann, Drehbuch: Hendrik Hölzemann, Kamera: Lars Liebold, Grischa Schmitz, Musik: Philip Stegers, Blackmail, Lee Buddah, Schnitt: Patricia Rommel, Produktion: Bavaria Filmverleih- und Produktions GmbH, Produzent: Uschi Reich
Matthias Schweighöfer (Crash), Jessica Schwarz (November), Florian Lukas (Richie), Jan-Gregor Kremp (Fido), Bibiana Beglau (Der Tod/ Frau Neumann), Carlo Ljubek (Tommy), Ingeborg Westphal (Frau Liebold), Laura Syniawa (Mädchen vom Dach)

Mittwoch, Januar 10, 2007

Früher oder später ist später immer früher.


Herkuleskeule: "Leise flehen meine Glieder", heute gesehen. Gloria, ich find Dich echt sowas von Klasse! Du bist die Beste! Scheeen! Aber Herr Nier ist auch lustig als Sven-Otto, und Frau Heinrich kommt mit ihren "Ausmaßen" ebenfalls gut rüber.

Unbedingt ansehen ! Aber Achtung: sehr schwarzer Humor !