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Freitag, Juli 15, 2011

T.7 - Endlich

Alles geht vorbei, ja ja. Am letzten Tag der Tango-Tour werden die obligatorischen Urlaubskarten verfasst, beim Weltmeister-Eismacher wird nochmal vorbeigeschaut und Rosmarin-Eis gekostet (schmeckt irgendwie wie Kartoffel), am Abend dann findet die vorerst letzte Milonga statt... Wehmut! Na ja, wenn es immer so weiter gehen würde, wäre der Urlaub ja auch nichts Besonderes mehr und würde seinen Reiz verlieren, man weiß das ja...

Donnerstag, Juli 14, 2011

T.6 - Volterra

Der Vormittag ist mit Frühstück, Tango-Kurs und kurzer Verschaufpause ausgefüllt, dann fahren wir nach Volterra und schauen uns die Stadt an. Schön wie beim letzten Mal, beeindruckend der Schiefe Turm aus Alabaster. Und der Trick mit dem Viertel-Turm. Ein Gitarrist verführt zum Kauf einer CD, dann müssen wir schnell zurück an den Pool, der Rest des Abends ist wieder mit Essen und Milonga ausgefüllt.

Mittwoch, Juli 13, 2011

T.5 - Happy b-day

Schon um 08:30 wird gefrühstückt, da wir den besonderen Tag mit einem Besuch des Namensvetters unserer Heimatstadt (die ja Elb-Florenz genannt wurde und wird) krönen wollen (was aber später noch durch weitere Höhepunkte übertrumpft wird, wie wir noch sehen werden). In Florenz erwartet uns der übliche Trubel, glücklicherweise mache ich von unserem PKW-Stellplatz ein Foto. Nach einem ausgiebigen Stadtrundgang und dem Begutachten der üblichen Sehenswürdigkeiten und der Hektik um den Dom machen wir uns auf den Rückweg zum Fahrzeug. Dieser gestaltet sich insofern als schwierig, da es unterschiedliche Ansichten über die einzuschlagenede Richtung gibt. Hier hilft das Foto, eine Rezeptionistin eines Hotels malt uns in den Stadtplan die Stelle (falsch!) ein, so dass wir zumindest in die Nähe des Fahrzeuges kommen. Den Rest schaffen wir durch nochmaliges Nachdenken und einen weiten Blick in die Runde (und damit in die richtige Richtung). Uff. So schaffen wir es noch rechtzeitig zum vereinbarten Termin, wir wollen heute mit einigen Kursteilnehmern auswärts zu Abend essen, sehr passend zum persönlichen Feiertag. Wir nehmen Ulrike und Christian aus Lübeck mit und fahren im Konvoi mit zwei weiteren Pärchen zum Bergrestaurant. Der Anruf meines Brüderchens setzt die Mitfahrer ins Bild, sie verraten aber gar nichts. Das Essen bei herrlichster Aussicht, bestem Wein ist grandios, ein wunderschöner Abend, bei dem wir uns total verplaudern. Oh, wir wollten doch noch nach Sienna zur Milonga, es ist gleich 22:00 Uhr! Macht nichts, wegen der Stunde Autofahrt, kein Problem. Die Milonga auf einem Sportplatz (irgendeine Betonfläche) war ungewohnt, aber die Besucher aus Deutschland wurden offiziell begrüßt, sehr nett. Tanz mit Einheimischen, es funktioniert (Tango ist einfach wirklich genial). Interessante Gespräche, eine einheimische Cola mit Chinin-Zusatz, Einladungen zu lokalen Veranstaltungen: man fühlt sich sehr willkommen geheißen. Nachts gegen 03:00 Uhr wieder in der Villa, wir trinken noch ein Glas Wein und eine Flasche gekühltes Bier, wieder bei kitschigster Gestaltung des Nachthimmels und einem herrlichen Blick auf das beleuchtete San Gimignano. Wow, was für ein Tag!

Dienstag, Juli 12, 2011

T.4 - Schatten über uns

Der Tag ist schon nach dem Frühstück so warm, dass wir uns für einen Vormittag am Pool entscheiden. Der Kurs um die Mittagszeit stellt den Kreislauf vor eine echte Herausforderung, lange Hose + Hemd bleiben nicht wirklich trocken. Aber es macht trotzdem Spaß! Am Nachmnittag schauen wir uns Certaldo an (kein Mensch in den heißen schmalen Gassen, die Einheimischen wissen schon, warum sie erst am Abend wieder mobil werden). Durch Zufall entdecken wir das Haus von Giovanni Boccaccio, der hier seine letzten Lebensjahre verbracht hat. Reisen bildet, wirklich. Die abendliche Milonga beenden wir nach Mitternacht mit einem heimlichen Zuprosten, ich habe Geburtstag. Herrlicher Himmel, eine Sommernacht wie aus dem Kitschroman...

Montag, Juli 11, 2011

T.3 - Nudelholz vom Berg

Heute ist der Vormittag mit dem Tango-Kurs belegt, es wird immer wärmer. Gegen Mittag trotz großer Hitze Fahrt nach Sienna, die Weiße Frau im Dom (alle Damen mit freien Oberarmen bekamen einen weißen Umhang, wie albern!), die Touristenmassen verhindern einen besinnlichen Aufenthalt im Dom, der ja ansonsten wirklich ein wunderschönes Bauwerk ist. Auf dem Rückweg halten wir in Monteriggione, einer kleinen Bergfeste mit vielen Touristenfallen. Im örtlichen Schuhgeschäft gab es eintausend mal mehr Schuhe als der Ort Einwohner hat. In einem anderen Lädchen dann ein echtes Nudelholz gekauft, welches ganz anders als die bei uns erhältlichen aussieht (und zum Schlagen weniger gut zu gebrauchen ist, eher zum Nudelschneiden). Der Rest des Tages wie immer: Essen, Milonga. So langsam sind wir im "Flow", es könnte ewig so weitergehen!

Sonntag, Juli 10, 2011

T.2 - Ständige Wiederholung

Der Sonntag beginnt mit einem ausgiebigen Frühstück mit den netten Leuten vom gestrigen Abend (Tango-Leute sind ja eigentlich zu 99% immer nett) "draußen" im Gewölbe unter der Terasse, dann schauen wir uns erstmal bei herrlichstem Sommerwetter die nähere Umgebung der Villa an, ein Traum! Der Tangounterricht am Mittag gefällt uns ganz gut, nur die angesprochenen Beziehungen zu den Ecken des Raumes sind für meinen Geschmack etwas zu weit hergeholt, naja. Getanzt wird im Empfangssaal des herrschaftlichen Anwesens, roter Steinholzfußboden + Tanzglätte (ein uns unbekanntes Zauberpulver mit der Wirkung der gelben Schale einer bekannten gekrümmten Staudenfrucht) sorgen für rote Schuhe bei allen. Der Rest des Tages vergeht mit einem kleinen Ausflug nach San Gimignano (wir können den Namen der Stadt noch nicht so gut aussprechen), die Stadt platzt fast vor lauter Touristen. Eis vom Weltmeister, platte Füße. Dann zurück zur Villa und ab in den Pool und Vorbereitung auf das Abendessen, welches sich wie alle anderen Mahlzeiten an diesem und den folgenden Tagen als kulinarisches und auch sozial-interaktives Highlight herausbildet. Sehr nette Unterhaltung, viel Gelächter und Wortwitz, sehr nach unserem Geschmack. Am Abend dann wieder die obligatorische Milonga, inzwischen sind alle etwas lockerer, und man traut sich.

Samstag, Juli 09, 2011

T.1 Toskana, hin und weg

Da die TangoTours-Reise im letzten Jahr ein so schöner Urlaub war, versuchen wir es in diesem Jahr gleich wieder: diesmal geht es in die "Villa del Monte", etwa 5 km von San Gimignano entfernt, eine Woche Tango mit Tamara und Ullrich.

Abfahrt ist in Dresden am 08.07.2011 freitags, gleich von Arbeit weg, da schaffen wir es bis zum Walchensee, wo wir gegen 19:00 Uhr eintreffen. Spaziergang am See, Leberkäse und Weißbier, so richtig blau-weiß, wie es sich gehört. Waren gut durchgekommen, wider unserer Erwartung kein Stau.

Am nächsten Morgen weiter Richting Süden, in Italien dann viel Stop & Go, sehr nervig. Es zieht sich, und dann der Schreck: der Zettel mit der Anfahrtsbeschreibung zur Villa ab San Gimignano liegt daheim auf dem Schreibtisch. Zum Glück gibt es auf dem Parkplatz unterhalb des Supermarktes einen Kassencomputer mit Google. War trotzdem knifflig, da das Navi im Auto den Zielort falsch geschrieben enthält. Aber Intuition und das Schild kurz vor dem Ziel (es hätte ein wenig eher stehen können) führten zum Erfolg!


Eintreffen gegen 19:00 Uhr, wir sind nicht die Letzten, und auch nicht die einzigen Dresdener, wie wir anhand unverkennbarer Sprachnuancen erkennen...

Herzliche Begrüßung durch Kerstin, Zimmerinbesitznahme, gemütliches Abendbrot im Freien. Das Anwesen ist ein traumhaftes herrschaftliches Haus auf einem Hügel mit Blick auf die Stadt der Türme, grandios. Ein riesiger Pool, Terasse, Tanzfläche im Freien, die Zikaden, der Duft, ein Traum.


Und wiedermal sehr angenehme Mitreisende, es wird ein wunderschöner erster Abend, natürlich mit Tango bei Kerzenschein und Rotwein unter einem sagenhaften Sternenhimmel, irgendwie surreal. Halb zwei gehören wir dann zu den "Abräumern", ein herrlicher erster Tag!

Dienstag, August 24, 2010

T.9 - Perlenhochzeit

Nach dem gemütlichen Frühstück und dem Auschecken im Hotel schwimmen wir via "F96" gen Berlin, zusammen mit vielen Urlaubern, die ebenfalls auf der Rückreise Richtung Berlin sind. Da wir noch nicht so recht heim wollen, feiern wir kurzentschlossen im Schlepziger Brauhaus "zum grünen Strand der Spree" unseren 30. Hochzeitstag (auch genannt die Perlenhochzeit),


mit zwei Gläsern frischem Bier und Pflaumenkuchen. Als Perlenersatz dienten Knallerbsen am Wegesrand:


Romantik kommt auf...

Samstag, August 21, 2010

T.VIII. - Epilog

Die Intensität der Tangowoche bewirkte bei uns, dass sie sich als viel länger als nur die paar Tage anfühlt: gemeinsame Mahlzeiten in großer Gruppe, lange Gespräche mit netten und offenen Leuten über Gott und die Welt, viel Tango, und das alles in einer angenehmen Umgebung bei halbwegs angenehmen Wetter, einfach wunderschön. Herzlichen Dank an Kerstin von TangoTours, wir haben es genossen!
Dann folgte ein langer Abschied und die Suche nach einer neuen Unterkunft in Feldberg, zunächst erfolglos wegen der vielen Wochenendurlauber aus der Berliner Gegend. Dann etwas ab vom Schuss im tiefen Wald in Waldsee das Hotel "Jagdschloss Waldsee" gefunden mit schönem Zimmer, perfektem Umfeld und viel Ruhe. Radtour über Hasselförde, Rutenberg bis Lychen, zurück über Sähle, Retzow, Dabelow, Comthurey, Wakuhl. Am Abend nach dem (nochmals vegetarischen) Abendbrot (Pfifferlinge auf Spätzle, genial) noch in den Abendsegler gefahren und die Dresdener (!) Gruppe AMP angehört. Sehr schöne Orgel, super Schlagzeuger, angenehmer Bläser, ein passender Ausklang für die letzte Woche...

Freitag, August 20, 2010

T.7. Zwischen Essen und Tanzen

Zwischen dem Mittagessen und dem Abendbrot haben wir mit dem Rad mal kurz den Wurlsee umrundet, es war aber aufgrund des zugewachsenen Wanderweges nicht durchgängig eine schöne Tour. Am Abend dann die letzte Milonga mit Sekt, Gruppenbild, Tanzeinlage von Sergio und Gisela (perfekt!), Hemdenwechsel. Schade, dass es nun fast vorbei ist...

Donnerstag, August 19, 2010

T.6 - Weihnachtskitsch bei Ravensbrück

Bei der Radrunde via Himmelpfort auf freistehende Weihnachtsmannskulpturen gestoßen, aber gleich vor Entsetzen aus der Weihnachtsmann-Stube geflüchtet, sehr gruselig wegen des Kitsches. Da lohnt sich viel eher der Besuch der Zisterzienser-Klosterkirche, die einen wunderschönen Altar hat und farblich sehr unserem Geschmack entspricht. Schöne Lichteffekte auf dem Boden durch die bunten Glasfenster.
Auf dem Weg nach Fürstenberg dann ein harter Kontrast zur heilen Welt: wir kommen an der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück vorbei. Krasser kann der Gefühlswechsel nicht sein...

Mittwoch, August 18, 2010

T.5. Kein-Frei-Tag

Da das Wetter heute nicht ganz so schön ist, wird der eigentlich kursfreie Tag kurzerhand auf morgen verlegt, was bei den meisten Kursteilnehmern auf positive Resonanz stößt. Die freie Zeit verbringen wir im Strandkorb/auf der Liege am See. Zum Mittagessen wurde mir dann mein im Strandkorb vergessenes Buch gebracht, dessen Titel "Nein, ich will keinen Seniorenteller" für ungewollte Heiterkeit sorgte. Warum habe ich dass Buch auch mitgenommen? Selbst schuld...

Dienstag, August 17, 2010

T.IV - Achsbruch

Heute kamen einige unserer Kursteilnehmer auf die Idee, doch einmal mit den im Preis inbegriffenen Kanus hinaus auf den See zu paddeln, prompt wurde das angepackt. Eine sehr gute Gleichgewichtsübung für die Körperachse, die (zum Glück nicht bei uns) auch schiefging. Kanus sinken zwar nicht, laufen aber sehr gut voll Wasser. Aber echte Bayern schreckt das nicht ab, nach einem kurzen Kleiderwechsel waren wir wieder komplett, und es war eine lustige Tour mit einem ebenso lustigen Landgang!

Montag, August 16, 2010

T.3 - Feldberg

Heute besuchen wir in der freien Zeit alte Wirkungsstätten und radeln nach Feldberg. Ein schöner Radweg mit nur wenigen Unklarheiten über die Wegführung (einige zusätzlichen Schilder könnten helfen). Wie paradox: unterwegs kommen wir an einem vegetarischen Restaurant vorbei. In Feldberg nutzen wir die Gelegenheit und kaufen noch zwei Hemden, da mein Verschleiß ungeahnte Ausmaße annimmt (Tanzkurs und Milonga am Abend bedeutet, mindestens 3 Hemden!). Dann zurück nach Lychen, um am Abend wieder am kollektiven Abendessen und der darauffolgenden Milonga teilnehmen zu könnnen.


Meine Geburtstagsblumen stehen im Papierkorb auf der Terasse und welken vor sich hin. Ein Gleichniss? Nee, uns geht's hier richtig gut!

Sonntag, August 15, 2010

T.II - Rund um den Großen Lychen-See

Die Woche ist perfekt durchorganisiert: feste Zeiten für die (streng vegetarischen!) Mahlzeiten, für die Kursstunden und für die abendlichen Milongas. Sehr ungewohnt, aber nicht wirklich problematisch, zumal die Kurse alternierend mal vor- und mal nachmittags sind, so dass immer genügend Freiraum für eigene Aktivitäten bleibt. Wir haben diese Freizeit gleich zum Umrunden des Großen Lychen-Sees genutzt, eine recht entspannende Tour ohne irgendwelche Herausforderungen. Die Kursstunden sind dagegen sehr intensiv, auch wenn wir uns an den Stil der Lehrer (und vor allem an das Kurstempo) erst gewöhnen müssen. Am Ende war es ein schöner und voll gepackter Tag mit stilvollem Ausklang bei der Milonga...

Samstag, August 14, 2010

T.1. - Ortswechsel

Die erste Hälfte des Urlaubs ist vorbei, wir fahren von Gülstorf (inkl. Töpferei-Zwischenstop) über Wittstock/Dosse, wo wir bei Regen kurz die Kirche ansehen, bis Röbel an der Müritz. Dort machen wir eine ausgiebige Kaffepause in einem Restaurant am Seglerhafen, eine zweite Pause folgt in Waren, wir schauen uns die Altstadt an.

Da wir uns für die zweite Urlaubshälfte eine Woche "Tango-Urlaub" bei TangoTours gebucht haben, geht es nun weiter bis Lychen, wo wir im Schlüßhof freundlich und nett von anderen bereits angekommenen Kursteilnehmern begrüßt werden. Am Abend gleich die erste Milonga zum Kennenlernen: uns ist ein wenig flau im Magen, wie gut werden die Anderen im Vergleich mit unseren bescheidenen Fertigkeiten sein? Schaffen wir das überhaupt?...

Nach den ersten Tanzrunden teilen Sergio und Gisela zusammen mit Kerstin von TangoTours die beiden Kursgruppen ein. Freudige Überraschung: wir sind gar nicht so schlecht wie gedacht! Gleich geht es uns besser, es wird sicher doch noch schön...

Und dann noch eine schöne Überraschung: Freunde aus Dresden kommen zur abendlichen Milonga, die hier in der Gegend ein Wochenende verbringen und die Chance zum Tango nutzen. So ergibt sich, dass wir wirklich als die letzten Gäste Richtung Bungalow schleichen!