Nun ist das Wasser wieder da. Krasse Bilder: frisch renovierte Häuser von braunem Elbwasser geflutet. Ich bin wirklich froh, daß wir "etwas" höher über dem Elbpegel gebaut haben, und habe schon fast ein schlechtes Gewissen, nicht betroffen zu sein. Aber mir tun die, die heute im Wasser stehen, ganz ehrlich leid. Alle. Bis auf eine kleine Ausnahme vielleicht...
Wir waren eben mit dem Fahrrad unterwegs. "Maria am Wasser" (gerade noch nicht im Wasser), einfah sehen, anteilnehmen, schauen, ob man was tun kann. Sagt doch so ein Blödi im Haus rechts neben der Kirche: "Kann nich ma' jemand hier eine Schranke bauen, dass die ganzen Blödies hier nich durchfahrn ?". Ich vermute stark, dass er mit den Blödies auch uns einbezogen hat (wir waren in dem Moment die Einzigen, die da durchfuhren). Und wegen ihm waren wir gar nicht dort. Sondern wegen der Kirche und dem kleinen Friedhof dahinter, der ein ganz reizender Platz zum Nachdenken ist. Und Blödies sind wir auch nicht, zumindest nicht absichtlich. Wir haben uns ganz zurückhaltend aufgeführt, d.h. keine Kamera im Anschlag (sondern versteckt im Rucksack), kein "ach gugge ma da". Ganz leise eben.
Vielleicht isses ja der Stress mit wem Wasser. Oder zuviel Bier? Ab wann ist man eigentlich ein Katastrophentourist? Hat da jemand ne Antwort drauf?
Beim letzten Hochwasser habe ich zwei junge Männer gesehen, die mit Ihrem Opel Kadett (Bautzener Kennzeichen) auf dem Körnerplatz geparkt, ihr Faltboot vom Autodach abgeladen und seelenruhig am Elbehotel ins Wasser gesetzt haben und dann elbaufwärts durch die Gärten gepaddelt sind. Das waren ganz eindeutig Katastrophentouristen, oder? Aber all die anderen Dresdner, die wir heute gesehen haben, die sich für die Situation in ihrer Stadt interessieren, sind die das auch? Alles Blödies?!?
Sonntag, April 02, 2006
Dienstag, März 28, 2006
Steinpilze und Käse
In der Schweiz haben wir Merkwürdiges gesehen: in den kleinen Bergdörfern des Kantons Wallis wurden die Holzhäuschen auf "Steinpilze" aufgesetzt, die sich jeweils an den vier Hausecken befinden und aus einem senkrechten kräftigen Holzbalken und einer runden Steinscheibe bestehen. Vermutlich sollten Nässe und Ungeziefer vom Hause ferngehalten werden. Wenn ein ganzes Dorf auf diese Art gebaut ist, sieht das wirklich lustig aus. Und in einer Käserei haben wir folgende Geschichte gehört: wird im Wallis ein Kind geboren, so wird ein frisch zubereiteter guter Käse in den Keller des Hauses gebracht und erst wieder hervorgeholt, wenn das dann erwachsene Kind heiratet. Das erklärt natürlich vieles...
Schlammradeln
Endlich wieder auf dem Rad zur Arbeit! Allerdings hatte ich nicht bedacht, daß der Wachwitzgrund derzeit ein großes Schneeschmelzwassereinzugsgebiet und im oberen Teil noch ziemlich vereist ist. Und im Schlamm abzuknien ist nicht lustig. Blöde Physik.
Montag, März 27, 2006
„der Leuchtende”
Wir waren drin. Und ich gebe zu, ich war beeindruckt. Ziemlich gewagt, diese Architektur. Aber eigentlich ganz o.k. Nach opulentem Male (all-you-can-eat, und echt lecker !) wurden wir von einem jugendlichen Herrn Meier durch die Manufaktur geführt und in eine Art Verkaufsargumentation verwickelt. Nun, eigentlich wird ja dort nur zusammengeschraubt, was anderswo gewertschöpft worden ist. Nur eben mit der Hand (ähm: am Elektroschrauber), und nicht so im Akkord wie bei den Anderen... Und wenn man wöllte, so könnte man sogar selbst mit Hand anlegen bei der Fertigstellung seiner "Kiste", zu der man (laut Meier) durch das Selbstanbringen des Lenkrades eine besondere Beziehung aufbauen würde. Nur der spätere Lampenwechsel ginge nicht mehr selber. Irgendwie doch von einer anderen Welt, dieser "Phaeton"...
Sonntag, März 26, 2006
Beginn der Aufzeichnung
Der blog ist angelegt, heute geht's los. Erstmal einen Eintrag zum Testen...
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