Sonntag, August 30, 2009

IX.7.

Wieder 09:20 Uhr gestartet, hinein nach Interlaken bei klarem Himmel und Sonnenschein, aber einer Saukälte, dann beim Durchfahren von Interlaken festgestellt, dass der Stadtteil auf der anderen Flußseite viel anheimelnder als die Touristenfallen-Meile ist. Weiter nach Spiez, zum Teil auf stark befahrener Fernverkehrsstraße. Schöner Blick auf Faulensee:


Dann etwas bergauf nach Spiez, Wimmis, zunächst ziemlich parallel zur Autobahn (laut), dann im Simmstal immer bergwärts, hüglige Talsohle bedeutet: potentielle Energie ansammeln (bergauffahren) und an der nächsten Abfahrt wieder in kinetische Energie umwandeln (Geschwindigkeit), macht dann zunehmend weniger Spaß, aber die Landschaft ist grandios, so ziemlich die schönste Ecke der Schweiz.


Mehrere größere Anstiege haben uns heute ziemlich geschafft, der ursprüngliche Gedanke, bis Gstaad zu fahren, erwies sich als totale Selbstüberschätzung. In Zweisimmen gutes Hotel gefunden, mit Sonnenterasse, Eiskarte, WLAN und allem nötigen. Uns geht's gut...

Samstag, August 29, 2009

9-6.

Wieder exakt um 09:20 Uhr gestartet (wieso immer genau um diese Uhrzeit?), dann nach 1 km Abfahrt zum Einstiegspunkt in den Radweg Nr. 9 gleich ein deftiger Anstieg (200 Höhenmeter auf 2 km) bei wolkenvehangenem und kühlen Wetter, d.h. ein schöner Auwärmbergtest. Am Ende aber halb so wild, weitab von Straßen durch nahezu unberührte Bergwelt. Ankunft am Lungerer See, dann weiter bis Lungern, dort parallel zur Zahnradbahn bergauf, die nächste Bergprüfung.


Simone hat Probleme mit der Gepäcklast (Gangschaltung 1/1, Vorderrad hebt ab), wir laden kurzzeitig ein wenig um, dann packen wir's. Weiter aufwärtsgekämpft bis zum Brünigpass, Hochgefühl, Zimtschnecken + Fanta beim Bäcker (wie zweckmäßig der an der Straße liegt), endlose Abfaht bis Meiringen (mensch war das kalt!).


Entgegen dem ursprünglichen Plan Entschluß zur Weiterfahrt, Zwischenstop zum Kakao-Trinken bei Unterbach, dann am Südufer des Brienzer Sees bis zum Giessbach-Wasserfall, weiter oberhalb des Seeufers (unerwartete Steigungen und Abfahrten, ich hatte nicht genau auf die Karte geschaut), Übernachtungsversuch in Iseltwald schlug fehl (wir hatten genug für heute), Hotel ausgebucht, Hostel nur mit Doppelstockbett, also nur kurzer Imbiss (Design-Bratwurst + Caffe créme), dann auf nach Interlaken, dort erster Hotel-Versuch fehlgeschlagen, aber der Rezeptionist war so freundlich, im Waldhotel anzurufen, dort haben wir das letzte freie Zimmer bekommen, Duschen, mit dem Rad ins Zentrum von Interlaken gefahren, etwas flanniert, dann beim Italiener „Berner Röstis mit Schinken und Käse überbacken, Spiegelei“ gegessen, sehr lecker. Zurück ins Hotel, Absacker getrunken, fix und fertig.

Freitag, August 28, 2009

9.5.

Start um 09:20 Uhr, durch den Morgenverkehr von Luzern am Seeufer entlanggeradelt, Hergiswil, dann bis Alpnachstad, dort mit der steilsten Zahnradbahn der Welt auf den Pilatus auf 2118 m hochgefahren, Rundgang mit Bratwurst und Cola abgeschlossen, am Nachbartisch hatte man von Vogelgrippe noch nie was gehört und die herumfliegenden Dohlen mit Weißbrot auf den Tisch gelockt, war fast wie bei Hitchcock. Gepäck konnten wir im Dienstraum der Talstation lagern, Räder waren gleich nebenann.


Dann nach der Talfahrt weiter über Sarnen bis Giswil, das eigentlich anvisierte Velotel liegt aber bergauf abseits der 9-er-Route, so dass wir dem Lockruf eines kleinen Hinweisschildes „Hotel Alpenrösli“ erlagen und am Ende (nach einem Anstieg, haha!) gut in Giswil-Kleinteil gelandet sind. Gleich wird gegessen und dann das Hallenbad ausprobiert! Fazit: 47 km mit grandioser Aussicht vom Pilatus!

Donnerstag, August 27, 2009

No. 9, part 4

Gegen 07:00 Uhr aufgestanden, beim Frühstück mit einer Pilgerin aus dem Allgäu und einem Fahrrad-Pilger aus München zusammengesessen: sie hatten wir gestern kurz vor Rapperswill überholt, hat einen dicken Fuß vom gestrigen Aufstieg und hat noch freie 10 Tage, er radelt den Jakosbweg (in der Schweiz Wanderweg Nr. 4) und will bis Oktober in Santiago de Compostella sein. Respekt! Wir checken aus und lagern unser Gepäck im Hotel, fahren in den Ort, kaufen „Schafböcke“ (spezielles Pilgergebäck, Jesus ist ja das „Lamm Gottes“):


Anschließend besichtigen wir die Klosterkirche inkl. der Schwarzen Madonna (sehr schöne Kirche, sehr sehenswert) und treffen nochmal die Pilgerin auf dem Klosterplatz (inzwischen ganz gut zu Fuß).


Zurück ins Hotel und Fahradkluft angezogen, Gepäck aufgeladen, Start 10:05 Uhr, zunächst auf stark befahrener Hauptstraße mit drei Baustellenbereichen, etwas stressig, dann abseits der Straße, durch die Hochmoorlandschaft von Rothenthurm, über Sattel (dort den Abzweig des Weges bei der rasanten Bergabfahrt übersehen, kleiner Umbogen), dann wieder auf dem Weg nach Oberägeri (am Ägerisee), weiter bis Zug, dort keine schöne Gegend (viel zu viel Stadt/Verkehr/Gewusel), deshalb weiter über Cham, Rotkreuz, Emmenbrücke bis Luzern, im Velotel „Goldener Stern“ eingecheckt, Rundgang in die herrliche Altstadt, natürlich über die Holzbrücke gebummelt:


Abendbrot beim Italiener, Bummeln, überall Straßenmusik wegen des Sommerfestivals, herrlich. Ein Wagemutiger versuchte sich im Surfen in der Reuss, wobei er sich an einem an der Brücke festgemachten Seil festhielt:


Nur ein Wermutstropfen: auf dem Rückweg wollten wir bei einem weiteren Italiener um die Ecke noch ein Gläschen Rotwein trinken, aber der wollte uns denselben nur zusammen mit einem Abendessen verkaufen. Unglaublich! Wir sind frustriert zum nächsten Lokal gezogen, diesmal mit Sitzplatz am Fluß. Große Verblüffung: die Reuss ist der Abfluß des Vierwaldsstätter Sees, fließt also völlig ungewohnt weg vom See. Irgendwie komisch.


Dann zurück zum Hotel, wir haben fertig.

Mittwoch, August 26, 2009

IX.3

Ausgiebiges Frühstück, kurzer Gang zum Ufer des Walensees gleich gegenüber, die Hochwassersäule bewundert, ausgecheckt und die Räder aus der Rezeption abgeholt, um 09:20 Uhr gestartet, via Ziegelbrücke, Schänis durch flaches weites Land über Kaltbrunn nach Schmerikon, dort Trink-, Foto- und Telefonierpause am Ufer des Obersees, weiter bis Rapperswil, Besuch der sehr sehenswerten Altstadt und der Burg, Mittagspause im Burg-Cafe auf dem Marktplatz unterhalb der Burg (schöner mittelalterlicher Stadtkern, sehr zu empfehlen), dann über die längste Holzbrücke der Schweiz über den See nach Pfäffikon.


Über die Brücke wird das Rad gestossen, was bei den Schweizern offensichtlich das Schieben ist. Lustige Schilder am Wegrand:


In Pfäffikon dann der erste (und doch recht intensive) Kontakt mit der Schweizer Bergwelt, es ging ca. 10 km nur bergauf, mehrere Schnaufpausen waren nötig, einmal musste geschoben werden (und das ist noch anstrengender als das Bergauffahren!), aber dann waren wir „über den Wolken“ und sehr, sehr stolz auf uns. Etzelpass. Unbeschreiblich! Zwischenrein an einer Kirche schönen Grabspruch gefunden:


Bergab nach Egg am Geburtsort von Paracelsius vorbei (gleich neben der Teufelsbrücke findet sich ein entsprechender Gedenkstein):


Weiter zum Siehlsee (größter Stausee der Schweiz), denselben auf einer kilometerlangen Brücke überquert, dann über Birchli nach Einsiedeln, dem größten Wallfahrtsort der Schweiz. In der Touristen-Information nach dem SJBZ, dem Schweizer Jugend- und Bildungszentrum gefragt, das ist ein sogenanntes Velotel und speziell auf Fahrradtouristen eingerichtet (waren dran vorbeigeradelt, also 2 km zurück und eingecheckt), prima Zimmer, volle WLAN-Power, nur kein Fernseher, dafür die bisher preiswerteste Unterkunft. Duschen und gleich wieder mit dem Rad in den Ort zum Abendbrot, kurzer Stadtspaziergang mit Besuch des Supermarktes (Wein, Weintrauben, Käse, Gebäck: was sonst?), dann gegenüber des Klosters gut gegessen und dabei ein Plagiat unseres erzgebirgischen Originals entdeckt:


Das wurde natürlich sofort aus dem Verkehr gezogen (weggetrunken). Dann gleich noch einen echten Mönch beim Zigarettenholen erwischt:


Da wir das gefälschte Bier eh nicht vollständig vernichten können, geben wir auf und radeln ins Heim. Gebloggt, Bettruhe...

Dienstag, August 25, 2009

9-2

Abfahrt Punkt 09:00 Uhr bei Glockengeläut, zuvor noch Garmin per WLAN mit den benötigten Karten bestückt und gut gefrühstückt, im Rheintal südwärts durch weite Felder und vorbei an einzelnen Gehöften geradelt, viel Mais, viele Äpfelbäume, viel landwirtschaftlicher Gegenverkehr abseits der Straßen.


Die Radwege werden zugleich für die Bewirtschaftung der Felder benutzt und sind angenehm zu radeln, schöne Berge links und rechts, über Buchs dann auf dem Polder am Rhein entlang bis Sargans (da die Autobahn hier parallel verläuft, stört auf die Dauer das Rauschen der vorbeifahrenden Blechlawine),


In Sargans „rechts abgebogen“ ins Seeztal, über Flums, Walenstadt bis Murg (am Walsensee), fehlgeschlagener Versuch, ein Hotel zu finden, deshalb weiter bis Mühlehorn, dort auch kein Hotel, erst in Weesen am Ende des Walsensees im Park-Hotel Schwert werden wir fündig. Zuvor durch zwei Fahrradtunnel gefahren (direkt neben der Autobahn), merkwürdiges Gefühl. Ankunft im Hotel kurz nach 16:00 Uhr. Endlich eine Dusche! Wetter war ja ganz gut, bedeckter Himmel, erst am Nachmittag mehr Sonne, so dass die gestern verbrannten Hautpartien geschont wurden, dann gleich zum Abendbrot zum Italiener nebenan, geniale „Hausgemachte Makkaroni mit Hirsch-Entrecote und Steinpilzen“, Hefeweizen, 2006er Cabernet Sauvignon aus der Toscana. Die Welt befindet sich in einem absoluten Gleichgewicht. Das draußen tobende Gewitter tut uns nichts, wir sitzen ja im Trockenen. Käse und Wein im Hotelbett. Fernsehen, Lesen, Tagebuch schreiben, einschlafen... ach ja: Tagesleistung 94 km.

Montag, August 24, 2009

9.1

Frühstück im Hotel, Fahrräder „aufsatteln“, auschecken. Scharfer Start um 09:35 Uhr, Ernüchterung ob des ungewohnten Fahrverhaltens der beladenen Räder (aber schnelle Eingewöhnung). Grenzübergang in die Schweiz in Kreuzlingen, Suche nach dem Einstieg in den Bodenseeradweg, nach einem kleinen Umweg dann Volldampf Richtung Rohrschach, Ankunft am ersten „9“-Schild um 12:15.



Eis zur Stärkung, dann ein Paradoxon: Deep Purple spielt am Bodensee am nächsten Wochenende, und wir fahren nach Montreux auf den Spuren von "smoke on the water", sind also nicht da. Ich fass es nicht! Das hätte echt gepasst! Lustige Plakate in der Schweiz für die Unterstützung der einheimischen Milchbauern:


Dann also weiter bis zur Mündung des künstlich angelegten Rhein-Zuflusses, von dort den Rhein aufwärts über St. Margrethen, Widnau bis Altstätten. Insgesamt 86 km, Zwischenstopp beim Schweizer Bäcker mit Buttermilch und Apfeltaschen, lecker. Im Rheintal war's ziemlich heiß, endlich Duschen im Hotel „Untertor“. Rundgang durch die Altstätter Altstadt, sehr schön und alt. Und wieder ein lustiges Plakat:


Pizza-Brot, Pesto-Pasta, einheimisches Bier und Rosé-Wein aus der Toskana. Wir brauchen nichts mehr...

Sonntag, August 23, 2009

Number nine, prologue

Gut in Konstanz angekommen, über Ulm, Memmingen, Lindau, Friedrichshafen, Meersburg, Überlingen gefahren, was zwar landschaftlich schöner ist, aber aufgrund der rückreisenden Touristen (später Sonntagnachmittag) viel länger gedauert hat als erwartet. Wieder im Appartment-Hotel wie im letzten Jahr bei der Bodensee-Umrundung gelandet, Zimmer frei, Parkplatz o.k., alles im grünen Bereich. Trotz nichtgemachter Vorreservierung, perfekt! Beim Italiener auf dem Münsterplatz bei russischer Folklore und angenehmer Gitarrenhintergundmusik geabendbrotet (3 Sorten Pasta bzw. Pizza Hawai, Bier, Rot- und Roséwein).


Flannierendes Publikum ausgiebig kommentiert. Zurück im Hotel den WLAN-Zugang getestet, der perfekt funktioniert. Morgen geht's dann richtig los, sind gespannt, wie sich das so anfühlt! Viele Grüße nach DD an die zurückgebliebenen "Kleinen"!

Sonntag, Juni 21, 2009

Am Rand

Sonnabendabend, BRN2009, auf dem Platz vor der Martin-Luther-Kirche: eine geistig behinderte junge Frau saß im Rollstuhl am Kopfende eines der Biertischgarnituren und blätterte wild in einer Illustrierten, und sie blickte dabei beifallheischend in das Gedränge um sie herum, wohl um allen zu zeigen, wie gut sie lesen kann, oder welch interessanten Text sie da hat. Sie wollte einfach dazugehören, glaube ich. Es wahr sehr rührend, für einen kurzen Moment. Unbschreiblich schön und traurig zugleich.

Montag, Juni 01, 2009

Geheimtip


Hefeplinsen im Spreewald (in diesem Falle von drei älteren Spreewälderinnnen an der Straupitzer Windmühle frisch zubereitet) sind ein echter Geheimtip! Dazu schwarzes Bier und sonniges Wetter, wie schön kann doch die Welt sein.

Montag, Mai 04, 2009

Bruno, ick liebe dir!

Jetzt ist er endlich da, der Bruno. Wir freuen uns sehr, den Onkel-Tanten-Status gegen alle Befürchtungen nun doch noch erreicht zu haben. Ich bin Onkel, wie schön das klingt... Und eins ist wohl klar: der Malteser heisst Bruno, egal was dessen Eltern behaupten!

Freitag, Mai 01, 2009

Alkohol-Nieren


Während der alljährlich stattfindenden Dampferparade der Dresdener Weissen Flotte war zu beobachten, wie die Mitglieder der beliebt-berüchtigten Unterhaltungskapelle "Die Nierentische" versuchten, unter starkem Alkoholeinfluss zu musizieren. Wie man an der Kleidung des Schlagzeugers (das ist der mit der Posaune) erkennen kann, schien die Party doch etwas aus dem Ruder gelaufen zu sein, da kaum einer der Musikanten sein Original-Instrument spielt...

Freitag, April 10, 2009

Retrofit

Am Karfreitag in Bad Muskau gesehen: Pferdekutsche mit Scheibenbremsen. Die Frage wäre nur: wie schnell kann ein Pferd bremsen?

Dienstag, April 07, 2009

Brutal

Man muss den Frosch an die Wand werfen, damit er sich verändert.
(hab ich kürzlich im TV von ich-weiß-nich-wem gehört)

Fidel mal andersrum

Fehler im Dacia-Werbespot: der staunend durch die Villa schlendernde Fidel hat in seiner Brusttasche einige Zigarren stecken, kurz nach dem Zusammentreffen mit Lenin ist diese Brusttasche aber auf der anderen Seite angebracht! In der nächsten Einstellung stimmt's wieder. Eine satte Fälschung!

Donnerstag, März 12, 2009

Krank

Auch diese 15 Unschuldigen und der eine Verrückte werden nichts ändern, da bin ich Optimist...

Viel Gerede, guter Umsatz für die Printmedien und die Werbeindustrie, endlose Wiederholungen der Live-Bilder, viel Mitleid mit den Hinterbliebenen, klar. Gab's nach Erfurt auch. Und wieder dreht sich die Erklärungs-Gebetsmühle wie gewohnt: "...Nach dem gestrigen Amoklauf eines 17-Jährigen werden erste Forderungen nach einem Verbot von gewalthaltigen Spielen laut...". Noch Fragen?

Der Zeitgeist ändert sich auch nach diesem Wahnsinn ganz sicher nicht. Gerade eben im privaten Radio gehört: "bleiben Sie bei uns, gleich mehr zum Amoklauf ...." ca. 5 sec später "...der Partysender...". Zum Schlechtwerden.

Dienstag, März 10, 2009

Doppelhelix

Habe heute von einer Freundin eine eMail bekommen, die keinen sinnvollen Betreff oder Mailtext, sondern nur ein Formular für die Beantragung eines DNA-Vaterschaftstests enthielt. Ich kann mich jedoch an kein mir unbekanntes Kind samt den entsprechenden Erzeugungsprozess erinnern. Ehrlich. Ganz ehrlich. Leider ging die Mail an unsere allgemeine Support-Adresse in der Firma. Diese Sprüche den ganzen Tag! Nach Rückfrage beim Absender wurde das Versehen als solches sofort anerkannt. Aber erklär das mal den Kollegen...

(An-)nett

Heute im Kulti bei Annett Louisan gewesen. Teilzeit-Hippie-Tour: schöne Lieder, starker Gitarrist (BRAVO!), optisch kaum wiederzuerkennende Sängerin. Für mein Gefühl etwas unausgewogene Akkustik? Kleine stimmliche Unsicherheiten? Ist aber vielleicht nur mein subjektiver Eindruck. Ein wirklich schöner Abend. Aber: ziemlich vorausgeplanter Konzertablauf, so ganz anders als bei den echten "17 Hippies" vom Februar. Und die hohen Pumps verderben die grazile Erscheinung.

Montag, März 09, 2009

Dynamit

Beim Cache-Suchen haben wir heute Nr. GCQ5R6 (siehe www.geocaching.com) gelöst. Sehr interessantes Umfeld mit mystischen Erdbauten, der Hauch der Geschichte wehte durch den einsamen Wald. Erklärungen der Baulichkeiten dann beim Googeln gefunden (wer ist eigentlich auf die Idee mit den Pferden gekommen?)...

Sonntag, Februar 22, 2009

eldorado

Eines der besten Konzerte, das ich je miterlebt habe: 21.02.2009 im Dresdner Schlachthof, 17 Hippies. Genial. Wunderschön. Fetzig. Spontan. Siehe auch www.17hippies.com! Und ich habe eine von allen Bandmitgliedern unterzeichnete Setlist ergattert, juhu!

Samstag, Februar 07, 2009

Übertreibung

Heute beim Spaziergang am Schloss Eckberg gesehen: ein echter Marini! Sollte es schon Frühling werden? Die Sonne fühlt sich auf alle Fälle so an!

Wenige Meter weiter dann das:

Manches will ich mir gar nicht vorstellen. Nee.

Sonntag, Januar 25, 2009

Quarantäne

Zum sozial-verträglichen Krankwerden und Auskurieren hat man im Ski-Urlaub genügend Gelegenheit. Zum Glück gab's genügend Infusionslösung.

Vielleicht vertrage ich auch die Höhe nicht mehr, oder die Luft ist zu sauber dort. Wenigstens war's kein Beinbruch. Soll ja da häufiger vorkommen.

Sonntag, Januar 04, 2009

Werte

Ist das Leben des im künstlichen Koma gelegenen Landesoberpolitikirs ODER das verlustiggegangene Leben der am Ski-Unfall beteiligten tschechischen TouristIn wertvoller, wichtiger, kostbarer als das jeweils andere? Wenn man so die Medien verfolgt, zeichnen sich da eindeutige Schwerpunkte ab. Isses nich wirklich schlimm?

Samstag, Januar 03, 2009

Team Tango & Cache

Zu Weihnachten haben wir einen Pocket-Stamp (Taschenstempel) mit dem Geocacher-Logo unserer Suchgemeinschaft "Team Tango & Cache" bekommen:




Professionell, oder? Wurde heute mit zwei Caches im Schönefelder Hochland (GC102P4 und GCNVRJ) eingeweiht. Schöner Spaziergang bei guter Fernsicht und saukalten Temperaturen.

Donnerstag, Januar 01, 2009

Er is' weg!

"Kein 2009er Post" = "Blog wird nicht angezeigt" ? Die Antwort lautet: ja!

Montag, Dezember 29, 2008

MANOSser: affensteil

Diesmal war es anders. Kuhstall nich', dafür Affensteine, und zwar die Häntschelstiege hinauf. Eine wahre Himmelsleiter (siehe Post vom letzten Jahr), wie man hier nachlesen kann.

Am Ende wie immer Abschluss im Lichtenhainer Wasserfall. Danke für die schöne Wanderung und viele Grüße an alle!


Donnerstag, Dezember 25, 2008

Traum

Endlich! Eine Original-Fender-Stratocaster. Aus Mexico. Nur für mich.


Geb ich nich her. Niemals.

Mittwoch, Dezember 24, 2008

Endlich Weihnachten!

Für alle Weihnachtsmarktboykottanten: ein Besuch desselben am Vormittag des 24.12. ist sehr entspannend (wenn man bis dahin alle Vorbereitungen auf das Fest fertig hat). Mir tun zwar die Standbetreuer und Budenbesitzer ein wenig leid, aber die gepfefferten Gewinnspannen sind schließlich Anreiz genug, sich auch an diesem Tage zu engagieren. Jedenfalls kann man ganz entspannt herumbummeln, herumkosten und sich auf den Abend einstimmen.


Fröhliche Weihnachten!

Donnerstag, November 27, 2008

San Bernadino

Der Hauch der Geschichte weht einem regelrecht entgegen!


Man würde schon mal gern wissen, wie sich das früher so "angefühlt" hat...

Donnerstag, Oktober 30, 2008

Fossile Funde

Als wir hier am Prerower Weststrand vorbeikamen, waren leider keine Neandertaler mehr zu sehen, obwohl wir sie bei diesen Temperaturen um ihr dichtes Fell beneidet hätten. Wahrscheinlich sind die Ausgehungerten sicher verhungert, denn wo gibt es bitte schön heute noch willige Gespielinnen, die sich mit solchen dumpfbackigen Flachschädeln freiwillig abgeben würden?



Und wieso hatten die überhaupt einen Kapitän? Kamen die denn je aus ihrem N-Tal raus? Und konnten die überhaupt schon schreiben? Und überhaupt: Freizeit und deren ausgiebige Gestaltung setzt doch eine geregelte Anstellung (Beschäftigung) voraus? Fragen über Fragen...

Sonntag, Oktober 12, 2008

Zu Hause ist es am schönsten

Fahrradtour durch die Dresdner Heide zur Terasse des Lingnerschlosses, und dann dieser Blick (bei Hefeweizen und Wein):


No comment. Würde nur die Idylle stören.

Mittwoch, Oktober 08, 2008

Temporarily closed

Wahrscheinlich wieder diese Templer. Oder die Scientologen. Oder irgendwelche Filmstars. Leider nicht für mich, und ich wollte wirklich keinen Sektempfang, nur Kultur eben...


Aber beim nächsten Mal will ich da wieder rein!

Samstag, September 27, 2008

Keine Gewalt!

Beim Klassentreffen mit Führung durch unser altes Schulhaus im Computerkabinett entdeckt:



Noch irgendwelche Fragen? Unglaublich, diese Wende!

Mittwoch, September 24, 2008

Es zieht sich

Manchmal ist das Leben doch recht zäh...

...und man klebt förmlich auf der Stelle! Vor allem unmittelbar nach dem Urlaub...

Erster Hauptsatz der Büro-Thermodynamik

In einem abgeschlossenen System ist die Summe der Anzahl der Kugelschreiber konstant. Egal, wie warm es ist, wer sie versiebt hat und ob sie noch schreiben.

Dienstag, September 09, 2008

Pleitewelle bei Investmentbanken

Die Auswirkungen der Pleitewelle bei den internationalen Investmentbanken waren ja bereits bis in die höchsten Gebirgsregionen von Corsica zu spüren.


Wir vermuten, dass der Besitzer dieses rechten Schuhs samt dem selbigen linken in die felsigen Abgründe der Spelunka-Schlucht gesprungen ist, um sich dem Zugriff der Steuerfahndung zu entziehen. Vermutlich hat ihn dieses Erlebnis tief erschüttert und auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Wenn auch nur einen klizekleinen Moment.

Donnerstag, September 04, 2008

Biss!

In bestimmten Situationen hilft kein Jammern...

...man muss sich einfach durchbeissen!

(Bild aufgenommen auf Sardinien, Santa Lucia)

Montag, Juli 28, 2008

Die Frau im roten Kleid

Eigentlich kann ich Arien-Gesang (insbesondere den weiblichen) nicht leiden. Klingt mir zu nervig. Aber gestern abend musste ich mich revidieren: Leah Partridge sang beim Saisonabschluss der Dresdner Philharmonie bei den Filmnächten am Elbufer, und es war grandios! Summertime...


Donnerstag, Juli 10, 2008

E S A R I N T U L

Schmetterling und Taucherglocke. Totenstille im Freilichtkino an der Elbe. Nur die Stadt rumort vor sich hin, und natürlich hört man den Filmton. Und wieder erkennt man, wie filigran doch dieser Mensch an sich ist, und wie viel Glück man selbst eigentlich hat. Dieser Film ist gut, um sich mal wieder zu erden. Dannach sagt man erstmal nichts, es wäre eh nur belangloses Zeug...

Dienstag, Juli 01, 2008

Nierentisch-Fußball

Zum Glück haben wir uns dieses EM-Fiasko am Sonntag nicht angesehen, sondern sind nach dem Blauen Einhorn-Konzert in Wachwitz direkt weiter zu den Nierentischen nach Pillnitz gezogen. Dort war die Stimmung sehr ausgelassen (wie immer), und es wurde heftig abgetanzt. Diese Life-Kommentare zum aktuellen Spielgeschehen, nee hab ich gelacht! Staubige Beine bis unter die Achselhöhlen, Blasen wegen der vielen Steine in den Schuhen, aber sehr zufrieden und rotweinseelig sind wir dann gegen 01:00 Uhr noch die Staffelsteinstraße hochgeradelt. WIR SIND HELDEN, ich weiß!. Und es war sehr amüsant zu sehen, wie die Public-Viewing-Teilnehmer mit griesgrämigem Gesicht an der Bühne vorbei heimgezogen sind. Fußball ist eben doch viel zu verbissen!

Sonntag, Juni 29, 2008

Tanzplan


unbedingt dort probieren: Knoblauchsuppe und tschechisches Schwarzbier! Extrem super-lecker! Waren im Rahmen der "Kellersilber"-Tour dort zur Mittagspause. Sehr nette Bedienung (kräftige Arme, d.h. alle 12 Bier auf einmal, kurze schnelle Schritte, d.h. das Bier war ganz schnell da) mit lakonischem Kommentar auf unser Kompliment: "normal". Deutsche Kellner, nehmt Euch ein Beispiel! Nur bei den Toiletten gilt: Augen zu und durch...

Montag, Juni 09, 2008

Übertreibung?

Ein bisschen Ordnung muss sein. Klar doch. Gleiche Spielregeln für alle. Logisch.



(Bild aufgenommen am 08.06.2008 in Prag)

Aber manches muss man doch nicht so überreglementieren, denn
wer würde in einer Prager Bankfiliale schon mit dem Fahrrad herumfahren?

Klischee

Sie sind wirklich so. Wirklich. Habe ich selbst gesehen!

Goldene Stadt

Mit RVD für 27€ pro Person für einen Tag nach Prag, was soll man da groß nachdenken. Nichts wie hin! Viele Gelegenheiten zum Füße-Plattlaufen, viele (sehr viele) Touristen, sehr teurer Kaffe auf dem Rathausplatz (na ja, war ja klar), wunderschöne Altstadt, keine Laden-Öffnungs-Vorschriften, d.h. auch am Sonntag kann man gut einkaufen (aber wer fährt deshalb schon nach Prag?), nur zwei Dinge sind verwunderlich: wieso gibt es so viele Bernstein-Läden, und was machen die Matroschkas in Prag?

Samstag, Juni 07, 2008

Flachradler

Dank Mischas Initiative wieder eine Radtour mit ehemaligen MANOSern, diesmal in der wirklich extrem flachen Lausitz in der Knappensee-Region. Trotz der geringen Beteiligung (wir waren nur zu fünft) war es ein lustiger Tag (Wetter + Strecke + Baden + Bier + Kneipe: volle Punktzahl). Das Bild mit "Apfel und Werner" kann ich hier nicht öffentlich zeigen (nur wegen der Persönlichkeitsrechte natürlich), wer es sehen möchte, kann mir eine Mail schicken, ich sende es dann zurück.

Mittwoch, Januar 23, 2008

Traum

Es gibt fast nichts schöneres...

...als ein knackig kalter Winterabend auf der Belalp im Wallis.

Ganz ehrlich.

Donnerstag, Januar 17, 2008

Atomzeit

Gestern: zwei Stunden Autofahrt von Vilnius zu einem der Litauischen Vorzeigebetriebe "Ignalina Nuclear Power Plant", durch sehr waldreiches, sehr dünn besiedeltes Gebiet. Natürlich habe ich ein mulmiges Gefühl, da das Atomkraftwerk den gleichen Reaktortyp wie Tschernobyl betreibt. Habe mit netten Litauern zu tun, die fast nur Russisch sprechen. Ein Ergebnis der Litauischen Eigenständigkeit, was nach meinem Gefühl aber hier als ganz normal betrachtet wird. Sicherheitsschleuse, Handy-Verbot, sonst alles ganz entspannt. Und überhaupt keine grünen und glühenden Brennstäbe wie bei den Simpsons. Ein anstrengender Tag, am Abend dann noch mit meinem Taxi-Fahr-und-Dolmetsch-Kollegen Darius leckere gegrillte Zeppeline in einem sehr netten landestypischen Restaurant (mit sehr hübschen Kellnerinnen) gegessen. Zeppeline sind wie in Kartoffelkroketten verpackte Hackfleischbällchen zu verstehen. Das Bier schmeckt ebenfalls gut.

Heute: nun geht es zurück nach DD über F. Hier gibt es überall offene WLans, ein Paradies. Da der Flieger 30min Verspätung hat, kann ich diesen Blog-Beitrag einhämmern. Wie ein echter Business-Man auf dem Flugplatz eben. Nur das lauthalse Handy-Telefonieren traue ich mich nicht...

Dienstag, Januar 15, 2008

Weit ostwärts

Wenn man hier ist (Litauen, Vilnius), versteht man eigentlich überhaupt nicht mehr, warum sich in unserer Wahrnehmung ganz Europa immer nur westlich von uns abspielt, denn die wirklichen und sicherlich sehr dramatischen Änderungen der letzten Jahre sind wohl (auch) hier passiert. Gut, das Flugzeug von Frankfurt hierher war nicht so groß und komfortabel wie der Flieger von Dresden nach Frankfurt. Aber die Stadt sieht sehr westeuropäisch aus, hat viele Kulturbauten, alle landläufigen Marken incl. McDoof sind zu finden, ich wohne im BestOstern-Hotel, im Einkaufscenter habe ich gerade zwei Tango-CD's (hergestellt in Frankreich und Italien) gekauft, und die Menschen sehen aus wie bei uns zu Hause. Ich muss unbedingt mehr lesen...

Dienstag, Januar 01, 2008

Switch

Solche Tage kann man nur unter Freunden aushalten. Oder mit viel Alkohol. Oder am besten unter Freunden und mit Alkohol.


Vielen Dank an Ute und Paik, es war eine sehr gelungene Fete!

Samstag, Dezember 29, 2007

Nur Aufstieg?

Was, schon wieder Kuhstallwanderung? War doch geraden eben erst. Neuerdings hängen da merkwürdige Schilder. Ein Fingerzeig für uns? Gruslig, gruslig....


Eine "neue" Höhle entdeckt (nach 30 Jahren !!!), einen total anderen Rückweg genommen (weil Ihr zu feige wart !!!), der Rest war wie immer. Einfach nur schön.

Liebe Grüße an alle, die (oder die nicht) dabei waren...