Montag, Juli 18, 2011

K.3 - Corse du Sud

Nach dem Frühstück machen wir uns auf, um die eindrucksvollste Stadt der Insel wiedermal zu besuchen: es geht nach Bonifacio. Was für ein Verkehr, alle wollen wohl dahin. Suche nach dem Parkplatz, leichter Frust ob des langen Fußmarsches vom weit entfernt liegenden Parkplatz (die Sonne knallt), Bummel durch die Altstadt, Tangomusik in einem Andenkenladen lässt uns aufhorchen, aber das Gespräch mit der Verkäuferin ergibt: derzeit ist nirgendwo auch nur die kleinste unscheinbare Milonga zu finden, alle machen Urlaub. Die Rückfahrt geht über Figari, einer der südlichsten französischen Weinregionen. Unterwegs werden die Nahrungsvorräte ergänzt, am Abend gibt es Pasta (Sardinien ist ja nicht weit), dann wird noch gelesen und "abgehangen", der Tag war anstrengend (aber schön, um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen).

Sonntag, Juli 17, 2011

K.2 - Route 47

Frisches Baquette vom Bäckerauto (welches bei uns NIEMALS eine Straßenzulassung bekommen würde), dann nach kurzer Planungsphase Fahrt nach Vizzavona (Rother Wanderführer, Tour 47), um die Cascades des Anglais zu besuchen, sehr schön und eiskalt (natürlich wird gebadet), sind erst gegen 18:30 Uhr wieder im Heim aus Stoff, probieren noch schnell das Salzwasser des mittleren Meeres, dann reicht es nur noch zum Abendbrot und einigen wenigen gedruckten Zeilen vor dem Zelt... MÜDE!

Samstag, Juli 16, 2011

T.8 = K.1

Ein Ende ist auch immer ein Anfang, also zeitiges Aufstehen und Packen ist angesagt, nach dem letzten Frühstück folgt die doch etwas länger dauernde Verabschiedung (man tauscht die Kontaktdaten aus), dann geht es gegen 10:00 Uhr los in Richtung Livorno, dort müssen wir bis 14:00 Uhr auf die Fähre nach Korsika warten, auf einem Parkplatz ohne einen Flecken Schatten. Der im Fahrzeug eingebaute DVD-Spieler kann auch Filme wiedergeben (natürlich nicht während der Fahrt, aber eben auf dem Parkplatz), also wird (passend zur letzten Woche) der Sally-Potter-Film angesehen. Echt versnobt. Verstörte Blicke der mitwartenden Reisenden ignorieren wir geflissentlich. Dann die Überfahrt auf die schönste Insel der Welt, Ankunft 18:15 in Bastia, wir kennen ja den Weg zum schönsten Zeltplatz und schaffen es inklusive dem Zukauf von Lebensnotwendigem bis 20:00 Uhr nach Prunete. Unsere Palme ist noch frei ("da ist Mittags immer viel Sonne...", macht nichts, wir sind um diese Zeit IMMER unterwegs). Zelt steht, Abendbrot bei Kerzenschein und Rotwein, nur ist es irgendwie kalt. Jacke und Decke, krass! In der Toskana war es schon ein wenig wärmer, auch am Abend...

Freitag, Juli 15, 2011

T.7 - Endlich

Alles geht vorbei, ja ja. Am letzten Tag der Tango-Tour werden die obligatorischen Urlaubskarten verfasst, beim Weltmeister-Eismacher wird nochmal vorbeigeschaut und Rosmarin-Eis gekostet (schmeckt irgendwie wie Kartoffel), am Abend dann findet die vorerst letzte Milonga statt... Wehmut! Na ja, wenn es immer so weiter gehen würde, wäre der Urlaub ja auch nichts Besonderes mehr und würde seinen Reiz verlieren, man weiß das ja...

Donnerstag, Juli 14, 2011

T.6 - Volterra

Der Vormittag ist mit Frühstück, Tango-Kurs und kurzer Verschaufpause ausgefüllt, dann fahren wir nach Volterra und schauen uns die Stadt an. Schön wie beim letzten Mal, beeindruckend der Schiefe Turm aus Alabaster. Und der Trick mit dem Viertel-Turm. Ein Gitarrist verführt zum Kauf einer CD, dann müssen wir schnell zurück an den Pool, der Rest des Abends ist wieder mit Essen und Milonga ausgefüllt.

Mittwoch, Juli 13, 2011

T.5 - Happy b-day

Schon um 08:30 wird gefrühstückt, da wir den besonderen Tag mit einem Besuch des Namensvetters unserer Heimatstadt (die ja Elb-Florenz genannt wurde und wird) krönen wollen (was aber später noch durch weitere Höhepunkte übertrumpft wird, wie wir noch sehen werden). In Florenz erwartet uns der übliche Trubel, glücklicherweise mache ich von unserem PKW-Stellplatz ein Foto. Nach einem ausgiebigen Stadtrundgang und dem Begutachten der üblichen Sehenswürdigkeiten und der Hektik um den Dom machen wir uns auf den Rückweg zum Fahrzeug. Dieser gestaltet sich insofern als schwierig, da es unterschiedliche Ansichten über die einzuschlagenede Richtung gibt. Hier hilft das Foto, eine Rezeptionistin eines Hotels malt uns in den Stadtplan die Stelle (falsch!) ein, so dass wir zumindest in die Nähe des Fahrzeuges kommen. Den Rest schaffen wir durch nochmaliges Nachdenken und einen weiten Blick in die Runde (und damit in die richtige Richtung). Uff. So schaffen wir es noch rechtzeitig zum vereinbarten Termin, wir wollen heute mit einigen Kursteilnehmern auswärts zu Abend essen, sehr passend zum persönlichen Feiertag. Wir nehmen Ulrike und Christian aus Lübeck mit und fahren im Konvoi mit zwei weiteren Pärchen zum Bergrestaurant. Der Anruf meines Brüderchens setzt die Mitfahrer ins Bild, sie verraten aber gar nichts. Das Essen bei herrlichster Aussicht, bestem Wein ist grandios, ein wunderschöner Abend, bei dem wir uns total verplaudern. Oh, wir wollten doch noch nach Sienna zur Milonga, es ist gleich 22:00 Uhr! Macht nichts, wegen der Stunde Autofahrt, kein Problem. Die Milonga auf einem Sportplatz (irgendeine Betonfläche) war ungewohnt, aber die Besucher aus Deutschland wurden offiziell begrüßt, sehr nett. Tanz mit Einheimischen, es funktioniert (Tango ist einfach wirklich genial). Interessante Gespräche, eine einheimische Cola mit Chinin-Zusatz, Einladungen zu lokalen Veranstaltungen: man fühlt sich sehr willkommen geheißen. Nachts gegen 03:00 Uhr wieder in der Villa, wir trinken noch ein Glas Wein und eine Flasche gekühltes Bier, wieder bei kitschigster Gestaltung des Nachthimmels und einem herrlichen Blick auf das beleuchtete San Gimignano. Wow, was für ein Tag!

Dienstag, Juli 12, 2011

T.4 - Schatten über uns

Der Tag ist schon nach dem Frühstück so warm, dass wir uns für einen Vormittag am Pool entscheiden. Der Kurs um die Mittagszeit stellt den Kreislauf vor eine echte Herausforderung, lange Hose + Hemd bleiben nicht wirklich trocken. Aber es macht trotzdem Spaß! Am Nachmnittag schauen wir uns Certaldo an (kein Mensch in den heißen schmalen Gassen, die Einheimischen wissen schon, warum sie erst am Abend wieder mobil werden). Durch Zufall entdecken wir das Haus von Giovanni Boccaccio, der hier seine letzten Lebensjahre verbracht hat. Reisen bildet, wirklich. Die abendliche Milonga beenden wir nach Mitternacht mit einem heimlichen Zuprosten, ich habe Geburtstag. Herrlicher Himmel, eine Sommernacht wie aus dem Kitschroman...

Montag, Juli 11, 2011

T.3 - Nudelholz vom Berg

Heute ist der Vormittag mit dem Tango-Kurs belegt, es wird immer wärmer. Gegen Mittag trotz großer Hitze Fahrt nach Sienna, die Weiße Frau im Dom (alle Damen mit freien Oberarmen bekamen einen weißen Umhang, wie albern!), die Touristenmassen verhindern einen besinnlichen Aufenthalt im Dom, der ja ansonsten wirklich ein wunderschönes Bauwerk ist. Auf dem Rückweg halten wir in Monteriggione, einer kleinen Bergfeste mit vielen Touristenfallen. Im örtlichen Schuhgeschäft gab es eintausend mal mehr Schuhe als der Ort Einwohner hat. In einem anderen Lädchen dann ein echtes Nudelholz gekauft, welches ganz anders als die bei uns erhältlichen aussieht (und zum Schlagen weniger gut zu gebrauchen ist, eher zum Nudelschneiden). Der Rest des Tages wie immer: Essen, Milonga. So langsam sind wir im "Flow", es könnte ewig so weitergehen!

Sonntag, Juli 10, 2011

T.2 - Ständige Wiederholung

Der Sonntag beginnt mit einem ausgiebigen Frühstück mit den netten Leuten vom gestrigen Abend (Tango-Leute sind ja eigentlich zu 99% immer nett) "draußen" im Gewölbe unter der Terasse, dann schauen wir uns erstmal bei herrlichstem Sommerwetter die nähere Umgebung der Villa an, ein Traum! Der Tangounterricht am Mittag gefällt uns ganz gut, nur die angesprochenen Beziehungen zu den Ecken des Raumes sind für meinen Geschmack etwas zu weit hergeholt, naja. Getanzt wird im Empfangssaal des herrschaftlichen Anwesens, roter Steinholzfußboden + Tanzglätte (ein uns unbekanntes Zauberpulver mit der Wirkung der gelben Schale einer bekannten gekrümmten Staudenfrucht) sorgen für rote Schuhe bei allen. Der Rest des Tages vergeht mit einem kleinen Ausflug nach San Gimignano (wir können den Namen der Stadt noch nicht so gut aussprechen), die Stadt platzt fast vor lauter Touristen. Eis vom Weltmeister, platte Füße. Dann zurück zur Villa und ab in den Pool und Vorbereitung auf das Abendessen, welches sich wie alle anderen Mahlzeiten an diesem und den folgenden Tagen als kulinarisches und auch sozial-interaktives Highlight herausbildet. Sehr nette Unterhaltung, viel Gelächter und Wortwitz, sehr nach unserem Geschmack. Am Abend dann wieder die obligatorische Milonga, inzwischen sind alle etwas lockerer, und man traut sich.

Samstag, Juli 09, 2011

T.1 Toskana, hin und weg

Da die TangoTours-Reise im letzten Jahr ein so schöner Urlaub war, versuchen wir es in diesem Jahr gleich wieder: diesmal geht es in die "Villa del Monte", etwa 5 km von San Gimignano entfernt, eine Woche Tango mit Tamara und Ullrich.

Abfahrt ist in Dresden am 08.07.2011 freitags, gleich von Arbeit weg, da schaffen wir es bis zum Walchensee, wo wir gegen 19:00 Uhr eintreffen. Spaziergang am See, Leberkäse und Weißbier, so richtig blau-weiß, wie es sich gehört. Waren gut durchgekommen, wider unserer Erwartung kein Stau.

Am nächsten Morgen weiter Richting Süden, in Italien dann viel Stop & Go, sehr nervig. Es zieht sich, und dann der Schreck: der Zettel mit der Anfahrtsbeschreibung zur Villa ab San Gimignano liegt daheim auf dem Schreibtisch. Zum Glück gibt es auf dem Parkplatz unterhalb des Supermarktes einen Kassencomputer mit Google. War trotzdem knifflig, da das Navi im Auto den Zielort falsch geschrieben enthält. Aber Intuition und das Schild kurz vor dem Ziel (es hätte ein wenig eher stehen können) führten zum Erfolg!


Eintreffen gegen 19:00 Uhr, wir sind nicht die Letzten, und auch nicht die einzigen Dresdener, wie wir anhand unverkennbarer Sprachnuancen erkennen...

Herzliche Begrüßung durch Kerstin, Zimmerinbesitznahme, gemütliches Abendbrot im Freien. Das Anwesen ist ein traumhaftes herrschaftliches Haus auf einem Hügel mit Blick auf die Stadt der Türme, grandios. Ein riesiger Pool, Terasse, Tanzfläche im Freien, die Zikaden, der Duft, ein Traum.


Und wiedermal sehr angenehme Mitreisende, es wird ein wunderschöner erster Abend, natürlich mit Tango bei Kerzenschein und Rotwein unter einem sagenhaften Sternenhimmel, irgendwie surreal. Halb zwei gehören wir dann zu den "Abräumern", ein herrlicher erster Tag!

Samstag, Juni 04, 2011

Himmelfahrt? Nee, nur Bast ab...

Leckere Fische in der Schlepziger Brauerei, alle Jahre wieder.


Dannach noch eine Radrunde zwischen Burg und Straupitz, Zerstörung eines Strohhutes und der äußeren Hülle am Kopf und am Knie (nicht bei mir, ich hatte ja Bier getrunken!), zum Glück ging alles glimpflich ab. TRAGT FAHRRADHELME! Trotzdem ein schöner Tag im schönen Spreewald.

Samstag, Mai 14, 2011

Paradox


Werbung für einen duftenden Kosmetikartikel. Seitdem drehe ich den Wasserhahn nur ganz verzagt auf, und Deo tue ich mir quasi nicht mehr an...

Donnerstag, Mai 12, 2011

Guitar, played by a woman?

Sie kommt am Sonnabend, dem 14.05.2011 um 21:00 Uhr nach DD in die Neue Tonne, und wir sind nicht da, sehr schade...



Eine Ohrenweide!

Sonntag, Mai 01, 2011

Parade-Dampf


Mai-Paraden sind ja gelegentlich aus gutem Grunde verpönt, aber die heutige ist immer wieder ein schöner Grund, sich alljährlich am Laubegaster Ufer niederzulassen und die Schiffe zu zählen und lautstark zu begrüßen. Die Schiffer mögen das auch, wie man sieht! Ich liebe solche Frühlingstage...

Mittwoch, April 27, 2011

Musik!

Unter dem Label "Mananamusic" findet man Erlesenes, inzwischen ist bei mir der Jägerinstinkt erwacht, ich will sie alle. Sehr zu empfehlen "Imaginario", herrlichste Klaviermusik, die man erst auf den zweiten "Blick" als Tango empfinden würde. Sehr hörenswert. "Perlas Del Label" ist ebenfalls gut zusammengestellt und wird nach mehrmaligem Hören zum Dauergast im CD-Spieler. Jede Wette.

Montag, April 25, 2011

Osterspaziergang

Eingeborener staunt über die Osterspaziergänger:


Er würde wohl gerne mitkommen, zumal unsere Wandergruppe nicht nur aus Menschen besteht. Schöne Runde mit Feunden und Hund durch die "Hebelei". Das Wort passt zu Ostern, die Gegend war weitestgehend unentdecktes Land.

Sonntag, April 24, 2011

Sparwasser


Wenn's die Zuleitung hergibt, warum nicht?

Freitag, April 22, 2011

Kunst!

Es gibt Regionen, da wird Volkskunst als ganz normales identitätsstiftendes Brauchtum gepflegt. Von den Alten und den Jungen gleichermaßen!


Wie jedes Jahr dürfen wir an dieser Tradition teilhaben, auch wenn unsere "Eiereien" lange nicht so schön wie auf dem folgenden Bild anzusehen sind:


Soetwas gelingt nur mit dem richtigen Equipment:


Dank an Thomas für die aufwändige Vorbereitung!

PS: Rohne liegt auch in Sachsen, das wissen nur die Erzgebirgler nicht...

Freitag, April 15, 2011

Tango-Ball?

Heute hatten wir uns frohen Mutes in der Halle 1 der Dresdener Messe eingefunden, um den Tango-Ball "El Tango de las flores" zu genießen. Es spielte "Cuarteto Rotterdam", wir waren neugierig.


Viele schöne Blumen, viel Tango, aber eine nicht ganz so gute Milonga-Atmosphäre (Messe-Hallen-Flair, Kanalabdeckungen quer über die Fläche, nicht ganz professionelle Show-Einlage). Sind mit gemischten Gefüheln heimgefahren ob der investierten 2 x 18 Euro. Wenigstens war die Kapelle es wert...

Sonntag, April 03, 2011

Einfach gut

ein Brunch im Luisenhof war nicht genug,


dank des Fußmarsches zum Elbgarten zu Füßen des Blauen Wunders ging noch was rein...


Frühling ist so schön. Warum ist eigentlich das Elbehotel immer noch eine ruhende Baustelle? Eigentum verpflichtet, sagt man doch, oder?!?

Freitag, März 18, 2011

Tricota

CD hatten wir an eine beste Freundin verschenkt (sie hatte das Beste verdient!) und gleich nochmal eine neue gekauft, und jetzt kann ich fast schon den spanischen Text mitsingen, sie läuft auf der täglichen Fahrt zur und von der Arbeit, EMPFEHLUNG!



Rezension findet man hier, die CD Unbedingt beschaffen, es lohnt sich...

Freitag, März 11, 2011

Nest

Wenn Kinder gern wieder heimkommen, so ist das einfach schön. Noch schöner, wenn sie eine Weile dableiben. Auch wenn's Kind jetzt schon 25 Jahre alt ist. Einmal Kind, immer Kind.

Donnerstag, März 10, 2011

Melle, was ist das?

Google ist schuld. Sehr versteckt im dunklen Wald: die Wilde Rose in Melle, Tango im kleinen Kreis. Aber schön. Ein sehr ernster Hinweis an die Geführten: Rauchen ist so tödlich...

Mittwoch, März 09, 2011

Güterbahnhof

Nun, die Arbeit ist getan, was machen wir nun? Googeln wir mal. Oh, Güterbahnhof, Petersburg, Tango! Schaun wir mal. Und siehe da, eine waschechte Argentinierin! Trauen wir uns das? Klar doch!

Dienstag, März 08, 2011

Fasching

Tango im Piesberger Gesellschaftshaus (organisiert von tango fuego), eine interessant klingende Alternative zum drohenden Hotelbett mit Fernsehprogramm. Unerwarteterweise tobt der Faschingstumult durch den schönen Saal, irgendwie passt das nicht. Aber ich kam schon zurecht...

Samstag, März 05, 2011

Oker, nicht Ocker

Frühstück mit nachgekauften Semmeln, was für ein Spaß. Wir lernen, dass das Wasser hier Oker heisst und langgezogen ausgesprochen werden sollte, um sich nicht als Touri zu outen. Trotz des schlechten Wetters ein angenehmer Stadtrundgang durch die Brunswieker Innenstadt, gemischte Eindrücke wegen der architektonischen Kontraste. Beton gegen Geschichte. Nicht immer schön. Volles Haus (bzw. Wohnung), 7 Leute in einem kleinen Raum, wird schon irgendwie eng, aber auch sehr gemütlich. Besichtigung der lokalen Wirkungsstätte: unterirdische Gänge mit grusligen Werkzeugen aus der Vergangenheit. Ein Panzerglasfenster, dahinter tiefe Schwärze. Eine Schalttafel mit der Beschriftung "Tötungsraum", was war das hier früher?!? Die ideale Kulisse für einen Horror-Fleischer-Schlachthaus-Film (aber da gibt's ja inzwischen schon genug von). Interssante Diskussion über Messverfahren für nasse Erde.

Lustig: wie ich beim Nachbereiten bemerke, war das früher hier alles sächsisches Siedlungsgebiet, wie man bei Wikipedia nachlesen kann. Könnten wir ja eigentlich eine Rückübertragung einfordern, war ja schließlich Wiedervereinigung...

Eine Nacht in der preiswerten Etappe, dann langsames Abschiednehmen (im Rahmen eines sehr langen und leckeren Frühstücks), zum Glück nur für wenige Tage. Am Harz und Brockenblick vorbei bei strahlendem Sonnenschein nach Haus.

Samstag, Februar 19, 2011

Herdentrieb

Wir machten uns ganz zeitig auf den Weg, 740 km sind schließlich kein Pappenstiel. Große Eile, um schnell an die Stauspitze zu gelangen. Ab München ein aussichtsloses Unterfangen, von Sachsen, Holländern (nein, man sagt Niederländer!), Polen, Tschechen und vielen teutonischen Urlaubern wirksam verhindert. Dann letztlich doch ganz gut durchgekommen. Am Abend winkt die allerbeste Pizzeria der Welt mit Rotwein und leckerstem Essen:


Morgen dann ruft der Monte Elmo, dem wir die volle Kante geben (ich muss sie schleifen lassen, ich weiß). Und gegen Mittag dann die beste Knoblauch-Pasta der Welt mit Olivenölbad und Parmesan-Berg auf der Jägerhütte:


Die Hütte (mit angenehmer und nettester Bedienung) liegt mitten am Skihang, und wenn man da herunterbrettert, wirft einen der Knoblauchduft regelrecht aus der Bahn! URLAUB! (moment, ich muss weg, kriege Hunger...)

Samstag, Februar 05, 2011

Brainstorming im Wirtshaus

Bei leckerem Wein, der unerfahrene Trinkerinnen sofort mit Ausfallerscheinungen im Sprachzentrum und unkontrollierbaren Lachanfällen bestraft (..."den Salviner hatte ich"...), wurde unsere neue Geschäftsidee geboren:

"WHISKY TO GO"

Natürlich im Pappbecher, auf Eis, mit Strohhalm in Schlangenform ('Always carry a flagon of Whisky in case of a snakebite, and, furthermore, always carry a small snake.', was soviel heißt wie 'Trage immer eine kleine Flasche Whisky bei dir, für den Fall eines Schlangenbisses, und trage immer eine kleine Schlange bei dir.'). In dieser verrückten Welt muss das doch funktionieren, mit Kaffe klappt's ja schließlich auch. Schließlich gibt es Büchsen-Whisky auch schon, aber im Pappbecher, das ist wirklich neu!

Sonntag, Januar 30, 2011

Winterschlaf

Zum Glück hält's nur Winterschlaf, obwohl der Zahn der Zeit deutliche Zeichen hinterlassen hat...


Leider war kein Reinkommen. Ich kenne den Ort noch aus meiner frühen Kindheit und war über die Jahre immer mal wieder hier. Ob die Freimaurer hier noch aktiv sind?

Die Stadt selbst hat uns sehr enttäuscht, keine Gastwirtschaft hatte für uns geöffnet. Und dabei gab es hier früher eine kostenlose Beköstigung für die ins Böhmische durchreisenden Pilger...


(die Reste des besten Hauses am Platz)

Freitag, Januar 21, 2011

Gärtner

Im schönsten Ballsaal von Dresden (er befindet sich in einem Hotel)...


...wurde ein junges Mitglied eines Kleingärtnervereins kaltblütig und vorsätzlich aus niederen Instinkten heraus gemeuchelt. Dazu wurde ein köstliches 4-Gänge-Menü serviert. Für uns wiedermal ein "erstes Ma(h)l". Ein kurzweiliger Abend (naja, der Mörder ist ja wirklich immer der Gärtner) mit Kulturanteil auf Basisniveau, aber mehr war ja auch nicht erwartet. Dafür eben in einer wunderschönen Umgebung (wie wohl hier früher die rauschenden Ballnächte anzusehen waren?)...

Montag, Januar 17, 2011

Geheime Wolken

An einem wohlbekannten Ort (Calexico war schon dort!)...


...trauten wir uns dem anfänglich sehr jugendlichen Publikum zum Trotze hinein ins Konzert von "Codes in the clouds". Viel Gitarre, ich war sehr gespannt...



Für meinen Geschmack etwas zu psychedelisch, und irgendwie sehr sich selbst ähnelnd, nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Mir fehlte einfach die Spielfreude der Musiker!

Freitag, Januar 14, 2011

A cultural overload

Lothar mit seinem Erzfeind, der sich schnell als gefräßiger Kormoran entpuppt, hadert mit sich, seiner Frau, seinem Sohn und dem Anglerverein auf vergnüglichste Weise. Wie passend: die Bühne befindet sich auf einem Schiff...


Wenig später opern Phaetonen mit laufenden Motoren in Ballnähe herum, was in der Dunkelheit schöne Lichtspiele ergibt. Wir schauen uns lieber Nick Whitby's "Sein oder Nichtsein" an...


Ich kann den Hamlet jetzt nie mehr ernstnehmen! Nur Don Quijote schaut wie immer verwundert auf die Welt...


...der Besuch bei ihm lohnte sich trotzdem!

Samstag, Januar 01, 2011

Protected

Schnee ist gut für die Natur, er schützt...

Freitag, Dezember 31, 2010

Ende und Anfang

Das Jahrzehnt ist voll. Schon wieder.


Gleich beginnt ein neues. Schon wieder. Na ja, zum Glück!


Und die Uhr tickt. Immer weiter. Wie bei einer Bombe, nur dass es nicht knallt... Ich brauche jetzt dringend was zu trinken!

Samstag, Dezember 25, 2010

Die vorletzte 50

Für dieses Jahr der vorletzte 50er-Termin in einer wundervollen Lokalität: im Saal des Lingnerschlosses. War (falsch, muss heissen: Ist) schon ein guter Jahrgang, dieser 60ger...


Und gleich morgen fahren wir zum Gratulieren zur nächsten und vorerst letzten Kandidatin, irre!

Freitag, Dezember 24, 2010

Konstante Veränderung

Weihnachten ist auch bei uns ein Ritual wie in wohl den meisten Familien, egal ob mit oder ohne kirchlicher "Untermauerung". Auch wenn die feststehenden Termine und die damit verbundenen Verkehrsbewegungen für einen gewissen Stress sorgen, so ist die Wärme im Kreise der Lieben für alle viel zu wichtig, so dass man ihn gern aushält.


Und scheinbar Unverrückbares verändert sich ganz zwangsläufig: kleine Kinder müssen Ausschlafen und brauchen ihre Ordnung, die Familie wird größer, so dass ein gemeinsames Essen zum Kapazitätsproblem wird, nichts bleibt also so, wie es bisher immer war... Aber das ist schon völlig in Ordnung. Frohe Weihnachten!

Anspruchsvoll

Beim diesjährigen Weihnachtsmarktbummel am Vormittag des Heiligen Abends fanden wir eine Werbung, die regelrecht nach Kommentaren schreit:


Kunst als Beiwerk, ein interessanter Ansatz, der Widerspruch regelrecht provoziert. Zumal unklar ist, inwieweit die beworbenen Objekte eher Kunst oder eher Kitsch sind (sicher gibt es da sehr konträre Ansichten). Ein paar Stände weiter dann endlich mal eine wirklich lustige Räucher(mann bzw. -figur kann man ja nicht sagen)-Vorrichtung:


Hier würde ich gern und mit aufrichtigem Herzen "ja" sagen zum Kitsch, aber der Preis...

Mittwoch, Dezember 15, 2010

Unwort des Monats

Das Unwort des Monats lautet für mich ganz eindeutig "Schnee". Ich kann die Schippe nicht mehr sehen, geschweige den halten! Nur ein Gutes hat das Ganze: man trifft seine Nachbarn regelmäßig und eigentlich viel häufiger als im Sommer!

Samstag, Dezember 11, 2010

Unglück

Warum habe gerade ich die beiden Damen und NICHT die Könige? Das ist doch wirklich ein kurioses Blatt!


Damit war der Abend für mich gelaufen, aber es hat trotzdem Spaß gemacht, REVANCHE!

Samstag, Dezember 04, 2010

Liebesapfelrotmetallic

Ist es die schöne Farbe? Das klassische Design? Die Marke? Warum bitte soll man 619,-€ ausgeben für ein Teil, das nur umrühren kann? Weil Sie einfach gut aussieht!



Viel zu schade für die Küchenarbeit. Doch die Vernunft hat gesiegt, ja ja, wir sind am Schaufenster einfach vorbeigegangen. Heimlich und wehmütig zurückblickend... Ladendiebstahl lohnt sich ja nicht, sagt man.

Spring!

Und ich habe nur das Handy dabei, so ein Bombenmotiv:

Donnerstag, November 25, 2010

Diablo Rojo - Rodrigo y Gabriela

Ansehen (Achtung: offenstehenden Mund unauffällig schließen), staunen, genießen... furios!!!



Danke an Martin für den Link!

Samstag, November 20, 2010

Neue Wege...

...für meine Schuhe, weniger für mich: nach dem (für mich sub-optimal gelaufenen) Bowling-Abend in Coswig wollte ich die rot-blauen Bowling-Latschen gegen meine geliebten schwarzen Ledertreter zurücktauschen, aber die waren nicht mehr aufzufinden. Wer bitte schön hat da so wenig Gefühl in den Füßen, dass er nicht merkt, wenn er in den falschen Schuhen rumsteht?!? Oder wurden sie gar absichtlich entwendet?!? Gebrauchte Schuhe? Was ist das für eine Welt... Für mich haben sie eigentlich eher ideellen Wert: wir sind halt weit miteinander gekommen und haben uns gut arrangiert: ich habe ab und an geputzt, und sie haben nicht gedrückt und sahen immer ganz ordentlich aus. Da sie sich auch gut zum Tanzen eignen, mussten die echten Tanzschuhe nicht immer mit (es gibt ja Veranstaltungen, wo man mit denselben dann schon scheel angeschaut wird, ja ja). Nun sind sie weg. Möge der neue Besitzer keine Freude dran haben, und mögen sie den Weg zurück finden. Den sind sie ja oft genug gegangen!

Dienstag, November 16, 2010

Europa

Man sollte es doch mal ehrlich aussprechen: wenn es um Maut-Einnahmen geht, befinden wir uns zwar technologisch ein paar Schrittchen weiter als in früheren Epochen (und bezahlt wird zumeist in der gleichen Währung), aber der Rest ist pure Kleinstaaterei:


Auch wenn sich die regionalen Methoden ähneln...

Den Vielfahrer (der in der Regel ja gar nicht unbedingt will, sondern muß!), nervt's nur.

Freitag, November 12, 2010

Kulturschock

Diese Woche war fast zu überladen mit "Kultur": zunächst am Montag Al di Meola (mein Lieblingsgitarrist) im Großen Haus (ich hab 'ne Setlist erhascht, juhu!), erwartungsgemäß höchstes Niveau (das Piazolla-Stück "Oblivion" war ein Fest für die Ohren), er und sein Ensemble sind unbeschreiblich gut. Erste Reihe, Platz 12, d.h. unmittelbar vor dem Meister gesessen. Trotzdem sieht man nicht, wie er das macht auf seiner superteuren Spezialanfertigung (riesiger Cutaway, edle schlichte Optik)...


Am Freitag hatten wir Karten zum 18-Uhr-Konzert von Peter Fessler im Societätstheater. Ich kannte Herrn Fessler überhaupt nicht, die Ankündigungen auf der Seite der Jazztage Dresden klang aber reizvoll, und er war wirklich gut (um nicht zu sagen erstklassig): spartanischer Bühnenauftritt (Gitarre und Gesang in Personalunion), geniales Brasil-Feeling, Stimmakrobatik ohne Ende, Freude am Klang und an der Klangimprovisation, sehr interessant. Leider mussten wir nach dem ersten Set weiterziehen zum nächsten Konzert, ich hoffe, der Künstler verzeiht...


Und dann gleich das nächste abendliche Highlight: Quadro Nuevo in der Pesterwitzer Kirche. Ein wunderschönes Konzert mit einer mehr als bemerkenswerten Harfe (grenzenloser Respekt vor Evelyn Huber, ich war tief beeindruckt, was man mit diesem unhandlichen Saiteninstrument alles anstellen kann)...


Auch die anderen drei Instrumentalisten haben voll überzeugt. Ein wunderschöner Abend!

Sonntag, Oktober 31, 2010

Nun aber raus, solange noch die Sonne scheint...

Die Sonne lacht selbstvergessen vor sich hin...


...aber so eine richtige wetterbedingte Fröhlichkeit stellt sich bei mir nicht ein: wir begleiten das kleine Kind an eine neue Wirkungsstätte außerhalb der heimatlichen Gefilde. Wie wird sie so allein in der fremden, weiten Welt zurechtkommen? Wenigsten ein sächsisches Land, wenn auch nicht das Echte. Merkwürdie Zeichen am Wegesrand...


Sieht schon ein wenig miefig aus an manchen Stellen, so golden isser gar nicht (überall), der bewusste...


Aber wir verscheuchen die trüben Gedanken, sie schafft das, ich weiß es. Warum auch nicht. Aber diese Entfernung. Logitech sei dank kann man sich wenigstens sehen...

Samstag, Oktober 30, 2010

Prerow 2010

Beim obligatorischen Weststrand-Auf- und Ablauf gefunden: Ökostrom aus der Dose:


Zu bemerken ist die zunehmende Dichte der Windflügler auf dem Weg von DD nach NVP. In jedem Jahr werden es mehr. Ist das nun gut für die Umwelt oder nicht?

Sonntag, Oktober 24, 2010

Einmalig

Heute haben wir einen Ausflug nach Weißwasser gemacht, um einem einmaligen Ereigniss beizuwohnen: dem Jahresprojektkonzert im Rahmen der Weißwasseraner Kantoreikonzerte 2010. Eine schöne Idee, die großen Klassiker (in diesem Fall wurde die Mozart'sche "Missa in C für Soli, Chor und Orchester KV317", auch als "Krönungsmesse" bekannt) durch Laienkünstler aufzuführen und sie so einem Publikum zugänglich zu machen, welches sich solcher Art von Musik nur selten zuwendet. Die Breitenwirksamkeit eines solchen Projektes kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, nicht nur für die aktiv Beteiligten (die sehr viel Spaß beim Einstudieren hatten). Schade nur, dass diese Aufführung eine Eintagsfliege bleibt (man kann gar nicht verstehen, warum das so ist, sicher gäbe es bei entsprechender Marketing-Unterstützung noch mehr Potential für Auftritte in der Region). Aber eine positive Nachricht gibt es doch: das nächste Projektkonzert ist für 2012 geplant (die Proben dazu beginnen im nächsten Jahr). Wir werden sicher wieder dabei sein...

Samstag, Oktober 23, 2010

Heiakkus: 0pg-dgp01j ist die Lösung! (Nachsatz: NEIN!)

Was da wie ein kryptischer Code daherkommt, ist die korrigierte Fassung eines Rätsel-Teils eines Geburtstags-Multi-Caches, den sich liebe Freunde in akribischer Kleinarbeit für uns ausgedacht und dann ausgelegt hatten, und der heute Gegenstand unserer Suchaktionen war. Wir haben eine schöne Runde über Zschachwitz, Heidenau, Zschachwitz und wieder nach Hause gedreht und alle Stationen trotz eingebauter Fehler (wir sind ja schlau und kriegen schon raus, wo Ihr Euch verrechnet habt) mit Bravour absolviert.


Wir bedanken uns ganz herzlich für den gefundenen Schatz und sind sehr gerührt (wenn man immmer solch gut gefüllte Behältnisse finden würde, dann könnte man ganz gut davon leben), die nächste Tango-Woche ist gesichert!

Freitag, Oktober 22, 2010

Ökogisch unbedenklich

Der Förderverein des Ökologischen Kinderhauses in Dresden-Zschachwitz veranstaltet regelmäßig kulturelle Kleinkunst-Events, die wir von Zeit zu Zeit sehr gern besuchen. Heute spielte das Gitarrenduo "SONIDO", musikalisch sehr "in unserer Nähe" (d.h. am Tango), angenehm unaufdringlich, präzise, dezent, perfekt abgestimmt aufeinander, rhytmisch sehr spannend, wirklich gut. Signierte CD für die Altersvorsorge gesichert. Man sollte die beiden Gitarristen im Auge behalten!